TECNIMONT (MAIRE) ERHÄLT DEN AUFTRAG FÜR PLANUNG, BESCHAFFUNG, INBETRIEBNAHME UND ANLAUF EINES GROSSANLAGE-DÜNGEMITTELKOMPLEXES IN ARGENTINIEN, BASIEREND AUF DEN HARNSTOFFTECHNOLOGIEN VON NEXTCHEM, MIT EINEM GESAMTWERT VON 1,3 MILLIARDEN EURO, WOVON 140 MILLIONEN EURO FÜR DIE HARNSTOFFLIZENZIERUNG, DAS PDP, FIRMENEIGENE AUSRÜSTUNG UND DIE LIEFERUNG DES REFORMERS FÜR SYNTHESEGAS VORGESEHEN SIND
MAILAND, 23. Juli 2026 /PRNewswire/ -- MAIRE (MAIRE.MI) gibt bekannt, dass seine Tochtergesellschaft Tecnimont (Integrated E&C Solutions) von Fértil Pampa S.A.U., einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Pampa Energia S.A., den Auftrag für einen groß angelegten Düngemittelkomplex in Argentinien erhalten hat.

Die Anlage wird eine groß angelegte Ammoniakfabrik und zwei parallel betriebene Ultra-Low-Energy-Harnstoff-Produktionslinien (ULE) umfassen, die jeweils über eine eigene Granulieranlage verfügen und eine Gesamtkapazität von 6.000 Tonnen pro Tag (2,1 Millionen Tonnen pro Jahr) aufweisen, womit sie gemessen an der Produktionsmenge die größte Harnstoffanlage Lateinamerikas sein wird. Sie wird auf einem 80 Hektar großen Gelände innerhalb des Industriekomplexes Bahía Blanca in der Provinz Buenos Aires errichtet. Der Standort grenzt an die bestehenden Stromerzeugungsanlagen von Pampa und profitiert vom direkten Zugang zu wichtiger Infrastruktur, darunter Gasleitungen, Hochspannungsleitungen, Wasserentnahmesysteme und ein Tiefwasser-Exporthafen, was eine effiziente Logistik ermöglicht.
Der Leistungsumfang von Tecnimont umfasst die Planung, Beschaffung, Inbetriebnahme und die Anlaufphase. Nextchem wurde als Technologieanbieter ausgewählt und nutzt dabei die marktführenden Lizenztechnologien von Stamicarbon für die Harnschmelze und Granulierung sowie das Process Design Package (PDP) und die dazugehörigen firmeneigenen Anlagen; die Lieferung des Primärreformers für die Synthesegaserzeugung erfolgt durch KT Tech. KBR wird die Ammoniak-Technologie bereitstellen.
Der Gesamtwert beläuft sich auf rund 1,3 Milliarden Euro, wovon 140 Millionen Euro auf das Technologiepaket von Nextchem entfallen[1].
An der gesamten Projektdurchführung wird SACDE S.A., ein führendes argentinisches Unternehmen, für den Bau beteiligt sein: Die Fertigstellung wird in 41 Monaten erwartet.
Die Initiative wird voraussichtlich sozioökonomische Vorteile in der Provinz Buenos Aires mit sich bringen, die lokale Beschäftigung fördern und zum Wachstum der Düngemittel-Lieferkette beitragen, was sich positiv auf Argentiniens Rolle auf den regionalen Märkten auswirken wird. Insbesondere wird erwartet, dass das Projekt in der Hochphase der Bauarbeiten mehr als 3.500 direkte Arbeitsplätze schaffen wird, zusätzlich zu einer beträchtlichen Anzahl indirekter Arbeitsplätze entlang der gesamten Lieferkette.
Alessandro Bernini, CEO von MAIRE, erklärte: „Dieser Auftrag markiert unseren Einstieg in Argentinien, diversifiziert unsere geografische Präsenz weiter und unterstreicht unsere Fähigkeit, die anerkannten Kompetenzen von Tecnimont in der Projektabwicklung mit dem Technologieportfolio von Nextchem zu verbinden, um weltweit groß angelegte Industrieprojekte zu realisieren. Wir sind stolz darauf, zur Entwicklung dieses strategischen Düngemittelkomplexes in der Region beizutragen, der die Verwertung der Erdgasreserven im heimischen Downstream-Sektor unterstützen und zudem die Düngemittelproduktion des Landes stärken wird."
[1] Vergabe im 2. Quartal 2026.
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Forschende der Universität Zürich (UZH) haben einen Ansatz entwickelt, mit dem sich akuter Schlafmangel im Speichel nachweisen lässt. In einer aktuellen Studie identifizierte das Team um Thomas Krämer vom Institut für Rechtsmedizin eine Art metabolischen Fingerabdruck, der starke Übermüdung zuverlässig anzeigt. Die Resultate wurden im Fachmagazin „Journal of Proteome Research“ veröffentlicht und von Krämer als „Meilenstein für die forensische Forschung“ bezeichnet.
Für die Untersuchung rekrutierten die Wissenschaftler 20 gesunde junge Männer, die normalerweise sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Die Probanden durchliefen drei Szenarien: eine Nacht komplett ohne Schlaf, vier Nächte mit jeweils zwei Stunden weniger Schlaf als üblich sowie eine Kontrollbedingung mit rund acht Stunden Schlaf. Nach jeder Phase wurden Speichelproben entnommen und mittels hochauflösender Massenspektrometrie analysiert. Mithilfe von maschinellem Lernen suchte das Team nach molekularen Mustern, die spezifisch auf akuten Schlafentzug hinweisen.
Die Auswertung ergab, dass starke Übermüdung rund zehn Prozent aller Biomoleküle im Speichel beeinflusst. Aus zehntausenden gemessenen Molekülen filterten die Forschenden schließlich zehn spezifische Biomarker heraus, die als Signatur für akuten Schlafmangel dienen könnten. Diese erstmals im Speichel identifizierten direkten Marker für Übermüdung unter alltagsnahen Bedingungen gelten aus Sicht der UZH als Grundlage für neue diagnostische Verfahren.
Langfristig zielt das Projekt auf die Entwicklung eines Schnelltests, der vor Ort eingesetzt werden könnte – etwa im Strassenverkehr, in sicherheitskritischen Berufen oder bei der forensischen Abklärung von Unfällen. Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich derzeit um eine Grundlagenstudie mit einer kleinen und homogenen Probandengruppe handelt. Bevor ein solcher Speicheltest in der Praxis Anwendung findet, seien umfangreichere Untersuchungen mit grösseren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen erforderlich.