Neue Umfrage von Harvard Business Review Analytic Services: KI-Nutzung bleibt hoch, ihr Mehrwert ohne Modernisierung und Workflow-Integration jedoch begrenzt

30.04.2026

In Unternehmen entsteht eine kritische Lücke bei der erfolgreichen KI-Nutzung: Nur 30 Prozent der Befragten erkennen Effekte auf neue Umsatzquellen.

BERLIN, 30. April 2026 /PRNewswire/ -- Die meisten Unternehmen haben bei künstlicher Intelligenz die Experimentierphase hinter sich gelassen, doch nur wenige schöpfen deren Potenzial voll aus. Eine neue, von Appian gesponserte Studie von Harvard Business Review Analytic Services zeigt: zwar nutzen 59 Prozent der Unternehmen, die in gewissem Umfang KI einsetzen, diese bereits produktiv. Jedoch konzentriert sich die Mehrheit derzeit auf schrittweise Verbesserungen, bei denen Effizienz und Produktivität Vorrang vor Umsatzwachstum haben.

Appian is The Process Company. We deliver a software platform that helps organizations run better processes that reduce costs, improve customer experiences, and gain a strategic edge. Committed to client success, we serve many of the world’s largest companies across various industries. For more information, visit appian.com. [Nasdaq: APPN]

Insbesondere zeigt sich, dass KI den größten Einfluss auf die Steigerung der Produktivität hat, nicht jedoch auf die Förderung des Wachstums. Laut den Befragten zeigen die von ihren Unternehmen erfassten KI-Kennzahlen die größten Effekte bei Produktivitätssteigerungen (64 Prozent) und operativer Effizienz (58 Prozent). Neue Umsatzquellen (30 Prozent) und der ROI (35 Prozent) gehören hingegen zu den Kennzahlen, bei denen am seltensten Verbesserungen verzeichnet werden. Dies verweist auf erhebliche Chancen für Unternehmen, KI künftig gezielter einzusetzen, um breitere Geschäftsergebnisse und zusätzliches Wachstum zu erzielen.

„Unternehmen stehen an einem Wendepunkt. Anstatt KI vor allem zur Steigerung der Produktivität einzusetzen, müssen Organisationen den Fokus stärker auf Geschäftswachstum richten. Genau hier setzt Appian an", sagte Matt Calkins, CEO von Appian. „Das wahre Potenzial von KI lässt sich erst dann ausschöpfen, wenn sie sich von einem isolierten Werkzeug zu einer eingebetteten Arbeitskraft entwickelt, die Umsatzwachstum unterstützt. Um das zu erreichen, müssen Führungskräfte die grundlegende Orchestrierung und regelbasierten Leitplanken priorisieren, die erforderlich sind, um KI sicher bei geschäftskritischen Aufgaben mit hoher Wirkung einzusetzen."

KI ist nach wie vor nicht fest im Arbeitsfluss verankert

In den meisten Unternehmen wird KI bislang eher parallel zur eigentlichen Arbeit genutzt, statt fest in Arbeitsabläufe integriert zu sein. Dadurch bleibt ihre Fähigkeit begrenzt, übergeordnete Geschäftsergebnisse zu unterstützen. Nur 18 Prozent der Befragten geben an, dass KI in ihrem Unternehmen primär in Workflows eingebunden ist. Ein größerer Anteil (34 Prozent) nutzt KI weiterhin als eigenständige Tools neben Prozessen und Workflows, weitere 34 Prozent verfolgen einen kombinierten Ansatz. 12 Prozent setzen KI in Prozessen und Workflows bislang noch gar nicht ein.

Die meisten verzeichnen erste Erträge aus KI – aber noch nicht in großem Maßstab

Die meisten Befragten sehen bereits erste Erträge aus ihren KI-Investitionen, doch nur 16 Prozent berichten von einem hohen Maß an messbarem Nutzen. Die Mehrheit beschreibt die Auswirkungen als moderat (33 Prozent) oder gering (36 Prozent), während 8 Prozent bislang keinen messbaren Mehrwert erkennen. Gleichzeitig bleiben die Erwartungen hoch: 86 Prozent stimmen der Aussage zu, dass ihr Unternehmen aus dem Einsatz von KI künftig mehr geschäftlichen Nutzen ziehen will. KI liefert damit zwar erste Ergebnisse, doch deren Übertragung in einen relevanten und skalierbaren Business Impact bleibt eine Herausforderung.

KI schafft Mehrwert, wenn sie in Workflows eingebettet ist

Mit zunehmender Reife ihrer KI-Strategien zeigt sich in Unternehmen: Der Nutzen von KI hängt maßgeblich davon ab, wie effektiv sie in Workflows integriert und in operative Abläufe eingebunden wird. Laut den Befragten realisierten 71 Prozent der Unternehmen, die KI in ihre Prozesse einbetten, daraus einen substanziellen oder zumindest moderaten Nutzen. Parallel dazu berichten rund drei Viertel von hohen Erträgen aus der Modernisierung von Altsystemen und bestehender Infrastruktur (76 Prozent), der Integration von Datenquellen (75 Prozent) sowie der Orchestrierung von Prozessen und Workflows über Systeme und Anwendungen hinweg (73 Prozent).

Legacy-Systeme bremsen die Wirkung von KI weiterhin aus

Fast sieben von zehn Befragten (69 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass Legacy-Systeme ihre Fähigkeit einschränken, KI unternehmensweit zu skalieren. Das unterstreicht die Notwendigkeit von Modernisierung und einer besseren Integration von Systemen und Daten. Zu den am häufigsten genannten Hürden bei der Einbettung von KI in Workflows zählen zudem isolierte oder qualitativ unzureichende Daten (34 Prozent), fehlende Integration über Systeme hinweg (31 Prozent) sowie ein Mangel an KI-Fachkräften und entsprechenden Kompetenzen (30 Prozent).

Der Einsatz von KI-Agenten hinkt in Kerngeschäftsbereichen hinterher

Die Studie hebt zudem die Unterschiede beim Einsatz von KI-Agenten im Unternehmen hervor. Besonders aktiv nutzen Unternehmen KI-Agenten in Bereichen wie Softwareentwicklung (35 Prozent), IT-Betrieb (31 Prozent), Marketing und Vertrieb (26 Prozent) sowie Kundenservice (25 Prozent). Deutlich zurückhaltender ist der Einsatz dagegen in zentralen operativen Bereichen wie Einkauf (9 Prozent), Fertigung (10 Prozent) und Lieferkette (11 Prozent), in denen Prozesse in der Regel komplexer sind und ein höheres Maß an Kontrolle und Konsistenz erfordern. Wenn Unternehmen den Einsatz von KI auf diese Umgebungen ausweiten wollen, kommt der Governance eine entscheidende Bedeutung zu.

Den meisten Unternehmen fehlen die Leitplanken, um KI-Agenten sicher zu skalieren

92 Prozent der Befragten stimmen zu, dass KI-Agenten regelbasierte Leitplanken benötigen, um sicher und effektiv zu arbeiten. Dennoch geben weniger als die Hälfte (48 Prozent) an, dass im eigenen Unternehmen bereits entsprechende Regeln definiert sind – bezogen auf Organisationen, die agentische KI nutzen, prüfen oder erproben. Während Unternehmen agentische KI-Systeme weiter evaluieren – aktuell von 25 Prozent genutzt und von 62 Prozent in Betracht gezogen –, wird der Bedarf an klar definierten Prozessen und Leitplanken noch weiter zunehmen. Ohne klare Vorgaben können Agenten systemübergreifend unvorhersehbar agieren und so das Risiko unbeabsichtigter Ergebnisse erhöhen.

Prozessdesign als Schlüssel zur Erschließung des KI-Mehrwerts

Um das volle Potenzial von KI auszuschöpfen und einen nachhaltigen ROI zu erzielen, müssen Unternehmen die Struktur und Steuerung ihrer Arbeitsabläufe neu denken. Laut den Befragten konzentrieren sich Organisationen zunehmend darauf, Regeln und Leitplanken, denen KI folgen muss, klarer zu definieren (50 Prozent), Prozesse und Workflows funktionsübergreifend zu standardisieren (49 Prozent) und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken (47 Prozent), um den Erfolg von KI-Implementierungen zu steigern.

„Unternehmen setzen zwar auf KI, doch viele haben sie noch nicht in die Kernprozesse integriert, die für den Geschäftserfolg entscheidend sind", sagt Alex Clemente, Managing Director bei Harvard Business Review Analytic Services. „Organisationen, denen es gelingt, KI erfolgreich in Workflows einzubetten, sind besser aufgestellt, um einen substanziellen Mehrwert zu erzielen."

Lesen Sie hier die gesamte Studie

Über die Studie

Im März 2026 befragte Harvard Business Review Analytic Services im Auftrag von Appian 385 Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aus Unternehmen, die sich mit künstlicher Intelligenz (KI) beschäftigen, entsprechende Pilotprojekte durchführen oder KI bereits aktiv einsetzen.

Über Appian

Appian bietet eine Plattform für KI-gestützte Prozessautomatisierung, die für geschäftskritische Abläufe entwickelt wurde. Wir setzen uns für den Erfolg unserer Kunden ein und betreuen viele der weltweit größten Unternehmen aus allen wichtigen Branchen. Weitere Informationen finden Sie auf appian.de. [Nasdaq: APPN]

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Fester Rückenwind für UBS: Hoher Neugeldzufluss und starke Handelsresultate

30.04.2026

UBS ist mit einem kräftigen Gewinnsprung ins Jahr gestartet und bereitet ihre Aktionäre auf größere Kapitalrückflüsse vor. Der Konzern erzielte im ersten Quartal einen Nettogewinn von 3,04 Milliarden US-Dollar, rund 80 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über den Markterwartungen. Der Vorsteuergewinn lag bei 3,84 Milliarden Dollar; bereinigt um Integrationskosten spricht die Bank von 3,99 Milliarden Dollar, ein Plus von 54 Prozent. Die Erträge stiegen um 13 Prozent auf 14,24 Milliarden Dollar, während der Aufwand mit 10,33 Milliarden nahezu stabil blieb. Das bereinigte Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit deutlich auf 70,2 Prozent.

Rückenwind kam vor allem aus dem Investmentbanking: Die Sparte steigerte ihre Erlöse im Quartal um nahezu 30 Prozent, getragen von hoher Marktvolatilität und einem schwächeren US-Dollar. Besonders im Fixed-Income-Geschäft legte UBS zu. Die Einnahmen aus dem festen Einkommen, Devisen und Rohstoffen erhöhten sich im Jahresvergleich um 38 Prozent – ein Wert, der deutlich über den Zuwächsen wichtiger Wettbewerber liegt. Das Management verweist dabei vor allem auf starke Beiträge aus dem Devisenhandel, der den Großteil des Anstiegs ausgemacht habe. Auch im Geschäft mit Edelmetallen soll das erste Quartal sehr robust verlaufen sein.

Im Kerngeschäft der globalen Vermögensverwaltung verzeichnete UBS einen Neugeldzufluss von 37 Milliarden Dollar. Trotz der Zuflüsse sanken die verwalteten Vermögen per Ende März auf 6,881 Billionen Dollar von 7,005 Billionen Ende Dezember, was die Bank mit rückläufigen Märkten und Wechselkurseffekten begründet. Für das zweite Quartal rechnet UBS damit, dass die Zinsmargen in der Vermögensverwaltung und im Privatkundengeschäft im Vergleich zum Vorquartal weitgehend stabil bleiben. Die Bank verweist zudem auf eine weiterhin „gesunde“ Kundenaktivität, gestützt auf die Erwartung einer Entspannung geopolitischer Risiken.

Gleichzeitig treibt UBS die Integration der übernommenen Credit Suisse voran. Im Berichtsquartal erzielte die Bank zusätzliche Kosteneinsparungen von rund 0,8 Milliarden Dollar und summiert seit Beginn der Restrukturierung nun 11,5 Milliarden Dollar an Einschnitten. Bis Ende des Jahres sollen die jährlichen Kosten im Vergleich zu 2022 um insgesamt 13,5 Milliarden Dollar reduziert sein. Parallel bestätigt UBS die Absicht, ihr Aktienrückkaufprogramm auszuweiten: Die bisherigen Rückkäufe von 3 Milliarden Dollar sollen bis Jahresende übertroffen werden, auch wenn das Management vor dem Hintergrund regulatorischer Diskussionen betont, bei Ausschüttungen vorsichtig zu agieren.

Für Spannung sorgt dabei vor allem ein vom Bundesrat vorgelegter Entwurf zu strengeren Eigenmittelanforderungen. Demnach müsste UBS das Kapital in ausländischen Tochtergesellschaften vollständig vom Kapital der Muttergesellschaft abziehen. Nach Berechnungen der Bank würden sich die Anforderungen um rund 20 Milliarden Dollar erhöhen. Führungskräfte haben das Paket als „extrem“ bezeichnet und warnen vor möglichen negativen Folgen für die Schweizer Volkswirtschaft. Offiziell will sich UBS „konstruktiv“ in den anstehenden parlamentarischen Prozess einbringen und nach eigenen Angaben zu einer „faktenbasierten Debatte“ beitragen, während sie zugleich versucht, Investoren mit höheren Rückkäufen und anhaltender Ergebnisstärke zu überzeugen.