Natus erweitert den Zugang zur autoSCORE-KI-Analyse über die BRAIN QUICK-Software

21.07.2026

Modell der künstlichen Intelligenz in das neue Update von Europas meistgenutzter EEG-Softwareplattform integriert

MIDDLETON, Wisconsin, 21. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Natus Medical Incorporated gab die Integration des Analyse-Tools autoSCORE™ in das neueste Update der BRAIN-QUICK®-Software bekannt und erweitert damit den Zugang zu fortschrittlicher, KI-gestützter EEG-Interpretation in Europa und auf internationalen Märkten.

Das autoSCORE-KI-Tool wurde im August 2024 in den Vereinigten Staaten exklusiv mit der Natus NeuroWorks®-EEG-Software eingeführt. Im März gab Natus bekannt, dass das Analyse-Tool die CE-Kennzeichnung für den europäischen und andere internationale Märkte erhalten habe.

Die Integration von autoSCORE in die BRAIN QUICK Software spiegelt das Engagement von Natus wider, sein neurodiagnostisches Portfolio mit innovativen Technologien weiterzuentwickeln, die weltweit den Zugang zu einer hochwertigen EEG-Auswertung und -Interpretation verbessern.

„Unser KI-Tool autoSCORE stellt einen bedeutenden Fortschritt in der digitalen Neurodiagnostik dar, bei dem Präzision, Geschwindigkeit und klinische Zuverlässigkeit zusammenkommen, wovon sowohl medizinisches Fachpersonal als auch die von ihnen betreuten Patienten profitieren", sagte Cristiano Rizzo, Geschäftsführer für EMEA/APAC bei Natus. „Unser Ziel ist es, Neurologen mit Technologien zu unterstützen, die ihr Fachwissen ergänzen, und so sicherzustellen, dass jeder Patient von zeitnahen, datengestützten Erkenntnissen profitiert, ohne dass die klinische Genauigkeit beeinträchtigt wird. Durch die Integration fortschrittlicher Automatisierung in BRAIN QUICK können Ärzte weniger Zeit mit manuellen Analysen verbringen und mehr Zeit für eine hochwertige Versorgung aufwenden; letztendlich wird dadurch die Patientenerfahrung verbessert."

Der autoSCORE-Algorithmus wurde entwickelt, um die Belastung der klinischen Ressourcen und des Personals durch automatisierte Analysen zu verringern. Er basiert auf einem Deep-Learning-Modell, das anhand von 30.000 von Experten gekennzeichneten EEG-Aufzeichnungen trainiert wurde.

Frühanwender begrüßen die Sicherheit, die das autoSCORE-Tool bietet, da es über herkömmliche Spike- und Anfallsdetektoren hinausgeht, mehrere klinisch relevante Anomalien bewertet und Beurteilungen auf Untersuchungsebene liefert, um medizinisches Fachpersonal darüber zu informieren, ob eine EEG-Untersuchung normal oder abnormal ist. Sie fanden zudem Sicherheit in dessen geschlossenem KI-Modell, das Konsistenz und Sicherheit gewährleistet.

Die Erweiterung um die BRAIN QUICK Software bringt die autoSCORE-Lösung in eine weitere umfassende EEG-Software von Natus ein, die durch vereinfachte EEG-Auswertung und -Berichterstellung Sicherheit vermittelt. Rückmeldungen von Ärzten in Europa, die die neueste Version der BRAIN QUICK Software nutzen, beschreiben die Zuverlässigkeit der Aufzeichnungen als „makellos und als Schlüsselelement in Umgebungen mit hohem Durchsatz und hoher Komplexität, wie beispielsweise bei der präoperativen Beurteilung".

„Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die EEG-Praxis auf dieselbe Weise zu verändern, wie das digitale EEG vor Jahrzehnten die Neurophysiologie verändert hat", sagte Professor Oriano Mecarelli vom Fachbereich Neurowissenschaften der Universität „La Sapienza" in Rom. „Tools wie autoSCORE können dazu beitragen, den Zugang zu Fachwissen zu erweitern, die Effizienz der Arbeitsabläufe zu verbessern und Ärzte in zunehmend komplexen Umgebungen zu unterstützen."

Mit den beiden bewährten EEG-Plattformen NeuroWorks und BRAIN QUICK Software, die nun über autoSCORE verfügen, hat Natus eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen und bekräftigt damit sein Engagement für unübertroffene globale Innovationen im Bereich der Neurodiagnostik.

INFORMATIONEN ZU NATUS

Natus genießt das Vertrauen von Gesundheitsdienstleistern auf der ganzen Welt als Anbieter von Lösungen zur Untersuchung, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Gehirns und der Nervenbahnen. Die erstklassigen Natus-Lösungen, einschließlich Service, Support vor Ort und Schulungen, ermöglichen es Ärzten, ihren Versorgungsstandard zu verbessern und die Ergebnisse und Lebensqualität der Patienten zu steigern. Weitere Informationen zu Natus finden Sie unter natus.com/neuro.

KONTAKTINFORMATIONEN:

Lisa Schuler

Telefon: +1 612 528-1332

E-Mail: lisa.schuler@natus.com

“Artificial intelligence has the potential to transform EEG practice in the same way digital EEG transformed neurophysiology decades ago,” said Professor Oriano Mecarelli of Sapienza University of Rome Department of Neurosciences. “Tools like autoSCORE may help expand access to expertise, improve workflow efficiency, and support clinicians in increasingly complex environments.”

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.