Mehr als 138 000 Bewerber aus über 40 Ländern nutzten KI-gestützte Tools und Vibe Coding, um über Red Bull Basement Startup-Ideen zu entwickeln.
SAN FRANCISCO, 6. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Red Bull Basement verlieh Darnell Adler (Vereinigte Staaten) und seinem Unternehmen Lifeline AI in San Francisco den Titel beim World Final 2026, womit sie 100.000 US-Dollar als Finanzierung ohne Abgabe von Unternehmensanteilen, 25.000 US-Dollar an Microsoft-Azure-Guthaben sowie Mentoring durch Red Bull Ventures erhalten. Der globale Startup-Wettbewerb zog mehr als 138 000 Bewerbungen aus über 40 Ländern an und ist damit die bisher größte Austragung von Red Bull Basement.

Das Siegerprojekt, Lifeline AI, ist eine Plattform für persönliche Sicherheit, die stille Notfallalarme ermöglicht, ohne ein Telefon sichtbar zu entsperren, eine Nummer zu wählen oder zu sprechen. Das System soll Nutzern helfen, Notfälle diskret zu melden, wenn sichtbare Interaktion das Risiko erhöhen oder die Hilfe verzögern könnte.
Red Bull Basement soll Erstgründern und Unternehmern im Studium helfen, ihre Ideen zu funktionierenden Produkten und Unternehmen zu machen. Über den eigentlichen Wettbewerb hinaus erhalten die Teilnehmer Zugang zu KI-gestützten Entwicklungstools, Mentoring, Startup-Schulungen sowie Möglichkeiten, ihre Ideen zu verfeinern, bevor sie sie auf einer globalen Bühne präsentieren.
Während des gesamten Programms nutzten die Gründer Vibe Coding – also die Entwicklung von Software durch Anweisungen in natürlicher Sprache statt durch herkömmliche Programmierung –, funktionsfähige Minimalprodukte (MVPs) zu erstellen und zu verfeinern. Der Ansatz senkt die technischen Hürden für Gründungen und versetzt die Teilnehmer in die Lage, Software zu entwickeln, Ideen zu testen und Unternehmen zu gründen, ohne einen Hintergrund in der Softwareentwicklung zu benötigen.
Der Wettbewerb richtet sich an angehende Gründer in der frühesten Phase ihres Gründungswegs. Die Teilnehmer brauchen weder ein etabliertes Unternehmen noch einen technischen Hintergrund noch einen Mitgründer, um teilzunehmen. Einzelpersonen und Teams können ihre Ideen mithilfe von KI-gestützten Tools und der während des Wettbewerbs bereitgestellten Anleitung zu funktionierenden MVPs entwickeln.
Im Gegensatz zu vielen Startup-Wettbewerben verlangt Red Bull Basement in keiner Phase Unternehmensanteile von den Teilnehmern. Die Gründer behalten alle Rechte an ihren Ideen und erhalten zugleich durch den Wettbewerb Zugang zu Mentoring, Technologieressourcen, Branchenexperten sowie Finanzierungsmöglichkeiten.
„Ich habe immer noch keine Worte dafür, ich zittere", sagte Darnell Adler, Gründer von Lifeline AI und Gewinner des Red Bull Basement World Final 2026. „Der globale Gewinner von Red Bull Basement zu sein, bedeutet, dass ich Menschen in großem Maßstab helfen kann. Lifeline AI wird die Welt zu einem sichereren Ort machen."
Das World Final 2026 war die erste Austragung von Red Bull Basement in den Vereinigten Staaten. Da KI-gestützte Tools die Hürden für Gründungen weiter senken, bietet Red Bull Basement angehenden Gründern einen Weg, Ideen zu testen, MVPs zu entwickeln und um Finanzierung zu konkurrieren, ohne dass sie einen Mitgründer, ein etabliertes Unternehmen oder einen Hintergrund in der Softwareentwicklung benötigen.
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Der Genfer Bankensoftware-Anbieter Temenos übernimmt das Zürcher Fintech Additiv und stärkt damit sein Geschäft mit Lösungen für die digitale Vermögensverwaltung. Additiv entwickelt eine Plattform, die Prozesse, Daten und Anwendungen bei Banken, Vermögensverwaltern und Versicherungen in einer zentralen Orchestrierungsschicht bündelt. Institute nutzen die Technologie, um digitale Kundenprozesse über verschiedene Kanäle hinweg aufzubauen und zu steuern. Nach Abschluss der Transaktion wird Additiv unter seinem eigenen Namen als Teil der Temenos-Gruppe weitergeführt.
Temenos zielt mit der Akquisition insbesondere auf den Ausbau seines Angebots im Wealth Management. Im Fokus stehen hybride Vermögensverwaltungsmodelle für vermögende Privatkunden sowie zusätzliche Funktionen für das sogenannte Mass-Affluent-Segment, also Kundinnen und Kunden unterhalb des klassischen Private Banking. Die Additiv-Plattform soll künftig die bestehenden Front-End- und Beratungsangebote von Temenos ergänzen und Finanzinstituten helfen, neue Anlage- und Beratungsservices schneller auf den Markt zu bringen. Laut Temenos-CEO Takis Spiliopoulos stärkt der Zukauf das Wealth-Angebot in einem Markt mit stark wachsender Nachfrage.
Additiv betreut nach eigenen Angaben weltweit rund 30 Kunden aus den Bereichen Vermögensverwaltung, Banking und Versicherung. Das Fintech beschäftigt etwa 200 Mitarbeitende und verfügt neben dem Hauptsitz in Zürich über Standorte unter anderem in Singapur, Frankfurt, Dubai, London, Jakarta und Makati City auf den Philippinen. Die Implementierung der Plattform dauert laut Unternehmensangaben oft nur drei bis sechs Monate und damit deutlich weniger als bei vergleichbaren Lösungen. In den vergangenen drei Jahren legten die wiederkehrenden Umsätze im zweistelligen Prozentbereich zu; zudem verweist Additiv auf eine Kundenbindungsrate von 138 Prozent und einen Net-Promoter-Score von über 90 Punkten.
Für den langjährigen Grossaktionär Martin Ebner markiert der Verkauf den Ausstieg aus einer Beteiligung, die trotz wiederkehrenden Wachstums als anspruchsvoll galt. Ebner hielt direkt und indirekt rund 60 Prozent an Additiv und hatte sich parallel bei Temenos verstärkt, wo er seinen Anteil im Jahr 2024 auf rund 20 Prozent ausgebaut hat. Der Kaufpreis für Additiv wird von den Parteien nicht offengelegt. Damit bleibt offen, in welchem Umfang Ebner von der Integration des Zürcher Fintechs in den deutlich grösseren, börsenkotierten Bankensoftware-Spezialisten profitiert – und wie sich die Transaktion für die übrigen Temenos-Aktionäre auswirkt.