Hanshow präsentiert auf dem CGF Global Summit 2026 sein Smart-Cart-Ökosystem und gestaltet die In-Store-Wertschöpfungskette neu

08.07.2026

WIEN, 8. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Hanshow, ein weltweit führender Anbieter von digitalen Shop-Lösungen, veranstaltete auf dem 2026 Consumer Goods Forum Global Summit einen CGF-Roundtable mit dem Titel Smart Cart Revolution in Physical Retail" (Die Revolution der Smart Carts im stationären Einzelhandel), bei dem Führungskräfte aus der gesamten Wertschöpfungskette des Einzelhandels zusammenkamen, um zu erörtern, wie Smart Carts die Zukunft im stationären Einzelhandel neu definieren.

Smart Cart Revolution in Physical Retail

Die Herausforderung neu formulieren: die drei Paradoxe des stationären Einzelhandels

Die Sonderveranstaltung wurde von Philippe Brochard, Chairman of the Advisory Board bei Hanshow, moderiert, der die Diskussion damit eröffnete, dass er Smart Carts nicht als eigenständiges Gerät, sondern als strategische Antwort auf tiefgreifende Diskrepanzen in der Branche zwischen betrieblichen Herausforderungen, Kundenerwartungen und Markenanforderungen darstellte.

Philippe skizzierte drei zentrale Paradoxe, die den stationären Einzelhandel derzeit prägen: digital versierte Käufer, die in physischen Ladenumgebungen unterwegs sind, die Notwendigkeit, vertrauenswürdige, kontextbezogene Beratung ohne aufdringliche Verkaufsversuche zu bieten, sowie die wachsende Nachfrage von Marken nach messbaren, nachweisbaren Retail-Media-Lösungen.

Einzelhändler sehen sich zunehmendem Druck durch Herausforderungen im Bereich der Verlustprävention, Personalmangel und betriebliche Komplexität ausgesetzt; „Smart Carts" bieten eine praktische Lösung für diese Herausforderungen und eröffnen gleichzeitig ganz neue Möglichkeiten: die Wiederherstellung der Verbindung zwischen stationären Geschäften und digital versierten Kunden durch die Einbindung digitaler Intelligenz, kontextbezogener Beratung und messbarer Retail-Media-Funktionen in den Einkaufsprozess. Durch diesen Wandel werden Smart Carts von einer Einzel-Innovation zu einer Transformationsplattform, die durch die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Geschäft ermöglicht wird.

Wenn Ökosysteme gewinnen: Neugestaltung der‑In-Store-Wertschöpfungskette

Um diese Vision in die tägliche Praxis im Einzelhandel umzusetzen, bedarf es mehr als nur einer einzigen Technologieebene. Voraussetzung ist das nahtlose Zusammenspiel zuverlässiger Hardware, fortschrittlicher Software, Personalisierung in Echtzeit, Retail-Media-Funktionen und einem reibungslosen Filialbetrieb ab. An der Podiumsdiskussion nahmen Führungskräfte aus den Bereichen Einzelhandelsbetrieb, Softwareplattformen und Retail Media teil, um aus der Perspektive der gesamten Wertschöpfungskette zu erläutern, wie „Smart Carts" den Weg vom Innovationskonzept zu einem skalierbaren Einsatz im Ladengeschäft finden können.

Michel Itié, Director of Transformation bei Infomil (E.Leclerc), gab Einblicke in die operativen Aspekte der Ausweitung von „Scan & Go" und der Digitalisierung in den Filialen im stationären Einzelhandel. Er hob hervor, wie wichtig Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft in den Filialen und Disziplin bei der Umsetzung sind, um sicherzustellen, dass „Smart Carts" sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für die Filialteams einen Mehrwert bieten.

„Scan & Go hat sich bereits fest im Kaufverhalten der Kundinnen und Kunden etabliert und zeichnet sich in stationären Geschäften durch eine hohe Akzeptanz und höhere Warenkorbwerte aus. Allerdings besteht nach wie vor eine erhebliche Lücke zwischen Nutzung und Monetarisierung", erläuterte Michel Itié. „Durch die Weiterentwicklung zu einer Retail-Media-Plattform kann das Konzept sowohl für Einzelhändler als auch für Marken zusätzlichen Mehrwert schaffen – und zwar direkt im Moment des Kaufs, wenn die Entscheidungen getroffen werden."

Florian Burgstaller, CEO von shopreme, konzentrierte sich auf die Rolle eines „Smart Cart"-Betriebssystems als verbindende Ebene zwischen den Erwartungen der Kundinnen und Kunden im digitalen Bereich und den physischen Gegebenheiten im Laden, die fortschrittliche Diebstahlprävention, reibungslose Bezahlvorgänge und kontextbezogene Kundenansprache ermöglicht, ohne Kundinnen und Kunden zu überfordern.

„Die Zukunft des stationären Einzelhandels kann nicht mehr auf Insellösungen aufbauen. Einzelhändler benötigen vernetzte Ökosysteme, die Innovationen skalierbar machen und ihnen die Flexibilität geben, auf sich ständig verändernde Rahmenbedingungen zu reagieren", stellte Florian Burgstaller fest. Er betonte, dass die Zusammenarbeit von Shopreme mit Hanshow und Lucky Cart „digitale Präzision in den stationären Handel bringt und Einzelhändlern dabei hilft, Silos zu überwinden und skalierbare, messbare Erlebnisse direkt am Point of Sale zu schaffen".

Romain Charles, CEO von Lucky Cart, ging aus Sicht der Marke auf das „Proof-Paradoxon" ein und erläuterte, wie Smart Carts nun auch in physischen Geschäften eine Präzision bei Retail Media ermöglichen, die dem Online-Handel in nichts nachsteht – mit messbaren Ergebnissen und einer Technologie, die bereits heute einsatzbereit ist.

„Die Zukunft des Einzelhandels liegt im „Smart Commerce", bei dem digitale Präzision ein personalisiertes Einkaufserlebnis im Laden ermöglicht", fügte Romain Charles hinzu. „Eine Strategie, bei der der Kunde im Mittelpunkt steht, bedeutet, dass die Technologie dem Kunden dient und sich niemals aufdrängt – sie ist ein echter Co-Pilot. Indem wir Geschäfte durch intelligente, sinnvolle Erlebnisse wieder attraktiv machen, vereinen wir das Beste aus Online- und stationärem Handel und schaffen so einen Mehrwert für Marken und Einzelhändler."

Gemeinsam bekräftigten die Redner eine gemeinsame Schlussfolgerung: Die „Smart Cart"-Revolution geht weit über den Einkaufswagen selbst hinaus. Der nächste Schritt erfordert eine gemeinsame Anstrengung: eine gemeinsame Neugestaltung der Wertschöpfungskette im Ladengeschäft durch die Zusammenarbeit innerhalb eines Ökosystems – und zwar in einer Weise, wie sie der stationäre Einzelhandel bislang nicht erlebt hat.

Von der Vision zur Umsetzung: Den intelligenten Laden wieder attraktiv machen

Hanshow verfolgte das Thema über die Bühne hinaus und präsentierte an seinem Messestand den Store Digital Twin. Dabei demonstrierte das Unternehmen, wie Echtzeit-Analysen Kundinnen und Kunden, Produkte, Betriebsabläufe und Retail-Medien zu einem integrierten Ökosystem verbinden.

„Der Smart Cart mit integriertem, sofort einsatzbereitem Retail-Media-Stack ist die ultimative Brücke zwischen Online- und Offline-Handel und bietet das gleiche Maß an Kundenansprache und Kundenerlebnis", sagte Philippe Brochard, Chairman of the Advisory Board bei Hanshow. „Mit dem Store Digital Twin gehen wir von isolierten Berührungspunkten zu einer lebendigen Echtzeit-Darstellung des Filialökosystems über. Auf diese Weise machen wir das Einkaufserlebnis im stationären Handel wieder attraktiver und stellen seine Relevanz und Widerstandsfähigkeit in einer Ära des ‚Digital-First'-Handels und des agentischen Handels wieder her."

Aufbauend auf dieser Vision wird Hanshow die Leistungsfähigkeit des Ökosystems weiter stärken und Einzelhändlern so ermöglichen, ihre stationären Geschäfte in anpassungsfähige, leistungsorientierte und erlebnisorientierte Umgebungen zu verwandeln.

 

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.