LONDON, 29. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Strider Technologies, der führende Anbieter strategischer Informationen, hat heute einen neuen Bericht veröffentlicht, der aufdeckt, wie Russland Sanktionen umgeht, um über indische Zwischenhändler Zugang zu sensiblen Komponenten zu erhalten, und dabei die Ökosysteme in den Bereichen Fertigung, Handel und Forschung ausnutzt, die die Beziehungen Europas zu Indien prägen.

Während Europa seine Handelsbeziehungen zu Indien durch das wegweisende Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien sowie die Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft ausbaut und das Vereinigte Königreich Anfang dieses Monats seine eigenen engeren Handelsbeziehungen mit dem Land besiegelt hat, zeigen Untersuchungen von Strider, dass eine verstärkte Zusammenarbeit mit Schwellenländern gleichzeitig sowohl als Wachstumsmotor als auch als Quelle wirtschaftlicher Sicherheitsrisiken dienen kann.
Striders Bericht – „Contested Ground: Russlands parallele Aktivitäten in Indien und die Risiken für die wirtschaftliche Sicherheit Europas" – kommt zu dem Ergebnis, dass seit dem groß angelegten Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 mehr als 50.000 sensible Güter oder Güter mit doppeltem Verwendungszweck über indische Lieferketten an russische Rüstungsunternehmen gelangt sind. Dazu gehören Glasfaserkomponenten und Hochleistungsprozessoren, die in modernen militärischen Systemen eingesetzt werden können, darunter unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs), Raketen und Luft- und Raumfahrttechnologien.
Viele dieser Waren stammten aus europäischen Volkswirtschaften.
„Die neuen Handelsabkommen Europas und des Vereinigten Königreichs mit Indien stellen einen wichtigen Schritt zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und zur Vertiefung der Beziehungen zu einem der bedeutendsten Wachstumsmärkte der Welt dar", sagte David Vigneault, Chief Intelligence Officer bei Strider. „Angesichts der heutigen geopolitischen Lage müssen Regierungen und Unternehmen jedoch neben diesen Chancen auch die Wettbewerbslandschaft klar und nüchtern einschätzen.
Unsere Untersuchungen zeigen, dass Russland viele dieser Fertigungs-, Forschungs- und Technologie-Ökosysteme nutzt, um sich den Zugang zu kritischen Kapazitäten zu sichern und Sanktionen zu umgehen", fuhr Vigneault fort.
„Das ist kein Argument gegen eine engere Zusammenarbeit mit Indien; ganz im Gegenteil. Dies macht deutlich, dass wirtschaftliche Sicherheit von Anfang an in geschäftliche Entscheidungen einbezogen werden muss. Unternehmen, die jetzt in Due-Diligence-Prüfungen entlang der Lieferkette und in Risikoanalysen investieren, werden am besten aufgestellt sein, um die Vorteile neuer Märkte zu nutzen, ohne dabei unbeabsichtigte langfristige Schwachstellen einzugehen", schloss Vigneault.
In dem Bericht wird zudem darauf hingewiesen, dass gemeinsame akademische Netzwerke und Talentpools Wissen ebenso problemlos nach außen transportieren können wie jede physische Lieferkette. Eine Untersuchung von Strider ergab, dass die Zahl der gemeinsam von russischen und indischen Forschungseinrichtungen verfassten Publikationen seit 2022 mit mehr als 2.000 pro Jahr auf einem hohen Niveau geblieben ist – insbesondere im Bereich der KI, wo russische und indische Universitäten seit 2022 zahlreiche Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet haben.
In dem Maße, wie Indien seine Rolle als globaler Produktions- und Importknotenpunkt für Waren westlicher Herkunft ausbaut, gewinnt das Land für Russland als Zwischenstation in dessen Strategie zur Umgehung von Sanktionen zunehmend an Attraktivität. Für europäische Unternehmen, die in Indien tätig sind, besteht das Risiko in einer unbeabsichtigten Risikoexposition. Abschließend enthält der Bericht Empfehlungen für Maßnahmen, die Führungskräfte sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor ergreifen können, um Risiken in globalen Geschäftsumfeldern zu erkennen und zu bewältigen, darunter eine verbesserte Transparenz in der Lieferkette, die Überwachung der Endverwendung sowie eine enge Abstimmung zwischen Geschäftsstrategie und wirtschaftlicher Sicherheitspolitik.
Der vollständige Bericht „Contested Ground: Russlands paralleles Engagement in Indien und die Risiken für die wirtschaftliche Sicherheit Europas", ist hier verfügbar.
Über Strider
Strider ist das führende Unternehmen im Bereich strategischer Informationen, das Organisationen dabei unterstützt, ihre Technologie und Innovation zu sichern und voranzutreiben. Mithilfe modernster KI-Technologie und firmeneigener Methoden wandelt Strider öffentlich zugängliche Daten in entscheidende Erkenntnisse um. Diese strategischen Informationen ermöglichen es Unternehmen, proaktiv auf Risiken zu reagieren, die mit dem Diebstahl von geistigem Eigentum durch staatliche Stellen, der gezielten Akquise von Talenten und Drittparteien verbunden sind. Strider hat Niederlassungen in 16 Ländern rund um den Globus mit Büros in Salt Lake City, UT, Washington, DC, London, Tokio und Sydney.
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Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.
Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».
Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.
Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.