Stehr bringt umfassende Führungserfahrung in den Bereichen Unternehmenssoftware und Markteinführung in einen der strategisch wichtigsten globalen Märkte von Avalara ein
MÜNCHEN, 29. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Avalara, Inc., ein führender Anbieter von agentbasierter KI für globale Steuer- und Compliance-Lösungen, gab heute die Ernennung von Hauke Stehr zum Direktor für die DACH-Region bekannt. In dieser Funktion wird Stehr die Wachstumsstrategie von Avalara in Deutschland, Österreich und der Schweiz leiten und Unternehmen dabei unterstützen, sich in der sich wandelnden Landschaft von Steuer- und Compliance-Anforderungen zurechtzufinden.
Stehr tritt bei Avalara zu einem entscheidenden Zeitpunkt für Unternehmen in ganz Europa ein, da die Regierungen den Übergang zur digitalen Steuerberichterstattung und zur elektronischen Rechnungsstellung beschleunigen. Die schrittweise Einführung der verpflichtenden elektronischen B2B-Rechnungsstellung in Deutschland und die Initiative „VAT in the Digital Age" (ViDA) der Europäischen Union verändern die Art und Weise, wie Unternehmen Steuerangelegenheiten, Rechnungsstellung, Berichterstattung und grenzüberschreitende Compliance handhaben. Für Unternehmen, die in der DACH-Region tätig sind, ist die Modernisierung der Compliance-Prozesse zu einer strategischen Geschäftspriorität geworden.
„Die DACH-Region stellt weltweit einen der wichtigsten Wachstumsmärkte für Avalara dar", sagte Greg Chapman, EVP, AvaTax General Management bei Avalara. „Da die regulatorischen Anforderungen immer komplexer werden und die Verpflichtungen zur digitalen Berichterstattung zunehmen, benötigen Unternehmen vertrauenswürdige Technologiepartner, die ihnen helfen, den Wandel zu meistern. Hauke bringt die ideale Kombination aus Führungserfahrung in Großunternehmen, operativer Expertise und unternehmerischem Tatendrang mit, um Kunden dabei zu unterstützen, in diesem neuen Umfeld erfolgreich zu sein."
Stehr verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Führungserfahrung in wachstumsstarken Technologieunternehmen und globalen Konzernen. Im Laufe seiner Karriere hat er Go-to-Market-Organisationen aufgebaut und skaliert, neue Märkte erschlossen, internationale Teams geleitet und in globalen Unternehmen wie PayPal und Schindler gearbeitet.
„Das Potenzial in der DACH-Region ist enorm", sagte Stehr. „Da die regulatorische Komplexität weiter zunimmt, suchen Unternehmen nach intelligenteren und skalierbareren Wegen, um Steuer- und Compliance-Anforderungen zu bewältigen. Die globale Expertise von Avalara, gepaart mit unserem beschleunigten Wachstum in der Region, bildet eine solide Grundlage, um Kunden dabei zu unterstützen, ihre Compliance-Abläufe zu modernisieren, Risiken zu reduzieren und langfristiges Wachstum zu fördern."
Informationen zu Avalara
Avalara ist die agentenbasierte KI-Plattform für globale Steuern und Compliance. Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat Avalara eine der umfangreichsten Sammlungen an Steuerinhalten und -integrationen der Branche aufgebaut, verarbeitet jährlich mehr als 54 Milliarden Transaktionen und unterstützt Millionen von Unternehmen weltweit. Die speziell entwickelten KI-Agenten des Unternehmens automatisieren die durchgängige Einhaltung von Vorschriften mit höherer Präzision – von der Steuerberechnung und Steuererklärung bis hin zur Verwaltung von Freistellungsbescheinigungen und darüber hinaus. Weitere Informationen finden Sie unter Avalara.com.
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Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.
Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».
Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.
Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.