HELSINKI, 16. September 2026 /PRNewswire/ -- Synergi, ein finnisches Energietechnologieunternehmen mit Fokus auf die technische Aggregation und Steuerung dezentraler Energieanlagen, bringt den PV-Manager auf den Markt: eine cloudbasierte Lösung, mit der Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und PV-Asset-Manager Solaranlagen in Privathaushalten sowie im Gewerbe- und Industriesegment (C&I) fernsteuern, aggregieren und als eine einzige Einheit abrufen können — über die Cloud-APIs der Wechselrichterhersteller, um daraus virtuelle Kraftwerke (Virtual Power Plants, VPP) zu bilden oder sie in bestehende VPPs zu integrieren. Entwickelt wurde der PV-Manager gemeinsam mit europäischen Energieversorgern; BKW in der Schweiz gehört zu den ersten Entwicklungspartnern.
Photovoltaik ist inzwischen die größte Stromquelle Europas. Da jedoch nahezu alle Module gleichzeitig produzieren und ihre Spitze um die Mittagszeit erreichen, entstehen auf dem Kontinent in denselben Stunden sehr große Strommengen. Diese Gleichzeitigkeit drückt die Mittagspreise nach unten und immer häufiger unter Null. Das Überangebot hat 2025 europaweit eine Welle negativer Preise und zunehmende Abregelungen ausgelöst. Als Reaktion darauf passen Länder wie die Schweiz und die Niederlande Regulierung an, um die Netzeinspeisung in Zeiten niedriger oder negativer Strompreise unattraktiv zu machen. Die Schweiz führt beispielsweise ab 2027 eine am stündlichen Spotmarktpreis orientierte Einspeisevergütung ein, die insbesondere gewerbliche PV-Anlagen ab 150 kWp betrifft.
Laut SolarPower Europe ist die Integration in die Stromsysteme heute die größte Herausforderung für die europäische PV-Flotte. Neben der zunehmenden Abregelung setzen weitere Faktoren, wie Netzengpässe und eine schwächere Projektwirtschaftlichkeit, den Solarmarkt unter Druck. Bestehende, unflexible Solaranlagen in flexible Anlagen zu verwandeln, ist deshalb entscheidend, um das Wachstum der Branche zu sichern und Erlöse zu erzielen. Aurora Energy Research schätzt, dass iberische Solaranlagen, die an Systemdienstleistungen teilnehmen, bis zu 35 % höhere Erlöse erzielen können. Ohne den schnellen Ausbau von Lösungen wie intelligenter Steuerung, Demand Response, Batteriespeichern sowie Netzdigitalisierung und Netzausbau bleibt der Wert der Photovoltaik begrenzt.
Traditionell wurden Anlagensteuerung und Flexibilität über Hardware realisiert, weil einzelne Einheiten typischerweise mehrere Megawatt groß waren. Nun, da auch kleinere Anlagen in Privathaushalten und im Gewerbe- und Industriesegment ab 10 kW Teil des Energiesystems werden, muss die Marktintegration anders funktionieren. Statt an jedem Standort Hardware zu installieren, lassen sich diese dezentralen Anlagen über die Clouds der Hersteller (OEM-Clouds) aggregieren und steuern.
Bei Energieanlagen wie Elektrofahrzeugen ist cloudbasierte Aggregation längst im Einsatz: Anbieter binden sich an die Clouds der Automobilhersteller an, um Ladevorgänge zu steuern und flexible Leistung bereitzustellen. Dieselbe Technologie lässt sich jetzt auf Photovoltaik übertragen. Über die Cloud-APIs der Wechselrichterhersteller und mithilfe technischer Aggregation können Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und PV-Asset-Manager Leistung zu einer einzigen flexiblen Ressource zusammenfassen und dezentrale PV-Portfolios abregeln, vermarkten und wieder hochfahren, ohne Hardware je Standort und ohne Einsätze vor Ort.
Die cloudbasierte Steuerung schließt die Lücke in Segmenten, in denen sich Hardware nicht rechnet. So ist die Kombination von PV-Großanlagen mit Speichern deutlich günstiger als im Eigenheim- und C&I-Segment, weil sich die Speicherkosten dort auf mehr Kilowattstunden verteilen. Entsprechend liegt der Anteil gewerblicher PV-Anlagen mit Batteriespeicher EU-weit weiterhin unter 5 %.
Synergi PV-Manager ist eine der ersten cloudbasierten Steuerungs- und Aggregationslösungen für Solaranlagen. Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und Asset Manager binden ihre PV-Anlagen mit den Zugangsdaten der Hersteller-Clouds an, aggregieren die Leistung auf der VPP-Engine von Synergi und bündeln sie dort vorab (Pre-Pooling), und sie überwachen und steuern ihr Portfolio per API/MQTT aus ihrem eigenen Handels- oder Leitsystem. So wird die bisher unflexible Photovoltaik zu einer VPP-fähigen Leistung. Verteilnetzbetreiber können die Solarproduktion darüber hinaus je Netzgebiet und auf Ebene der Transformatoren steuern. Im Produktivbetrieb unterstützt PV-Manager Wechselrichter von SMA, Fronius und Huawei, weitere Integrationen befinden sich in Arbeit.
Zum Start binden Energieversorger, Verteilnetzbetreiber und Asset Manager ihre Solaranlagen aus Privathaushalten und dem Gewerbe- und Industriesegment über die Zugangsdaten der OEM-Portale an das PV-Manager-Portal an, das als White-Label oder im Synergi-Branding verfügbar ist. Die gesamte Anbindung läuft über die Cloud; Hardware oder Installationen vor Ort sind nicht erforderlich. Die VPP-Technologie von Synergi aggregiert anschließend alle angebundenen Anlagen und bündelt sie zu einem einzigen Signal vor, sodass sich das gesamte Portfolio mit Latenzen unter einer Minute als eine flexible Ressource steuern, abrufen und überwachen lässt.
Entwickelt wurde der PV-Manager gemeinsam mit schweizerischen Partnern, darunter der Energieversorger BKW. BKW hat den PV-Manager mitgeprägt und operative Anforderungen an das herstellerübergreifende Portfoliomanagement, an die Notabregelung und an die Anbindung von Handelssystemen eingebracht.
„Europa hat ein Jahrzehnt lang Solarleistung aufgebaut. Die nächste Herausforderung ist, die bereits vorhandene Leistung Stunde für Stunde darauf reagieren zu lassen, was das Netz tatsächlich braucht. Die Technologie dafür — über die Cloud, ohne vor Ort etwas Neues zu installieren — gibt es heute", sagt Antti Hämmäinen, CEO und Mitgründer von Synergi.
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Inflationssorgen und steigende Ölpreise haben Europas wichtigste Aktienmärkte zur Wochenmitte spürbar belastet und zugleich die Monatsbilanz eingetrübt. Der EuroStoxx 50 schloss am Mittwoch 0,81 Prozent tiefer bei 6269,02 Punkten. Im Monatsverlauf verlor der Leitindex der Eurozone 2,4 Prozent und beendete damit eine Serie von fünf Anstiegen in Folge. Der DAX gab um 0,79 Prozent auf 25.199,19 Punkte nach, während der britische FTSE moderat um rund ein Viertel Prozent auf gut 10.600 Zähler nachgab.
Treiber der Risikoaversion waren neue Inflationsdaten aus großen Euroländern. In Deutschland kletterten die Verbraucherpreise im September auf 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit erstmals seit Ende 2023 wieder über die Marke von drei Prozent, nachdem im August noch 2,9 Prozent verzeichnet worden waren. Starke Anstiege der Energiepreise wirkten als Hauptfaktor – eine Entwicklung, die sich nach ersten Angaben auch in Frankreich und Italien widerspiegelt. In Italien kam es zudem zu einem deutlichen Anstieg der Teuerung, was die Sorge nährte, dass der disinflationäre Trend im Euroraum ins Stocken geraten könnte.
Parallel dazu zogen die Ölpreise erneut an. Marktteilnehmer verwiesen auf die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten und mögliche Risiken für die Öllieferungen aus dem Persischen Golf. Berichte, wonach mehrere Tankschiffe in der Straße von Hormuz unter Beschuss geraten sein sollen, verstärkten die Nervosität. Höhere Energiekosten und im Umfeld der Inflationsdaten steigende Anleiherenditen machten Anleger nach Einschätzung von Marktstrategen europaweit selektiver. Ulrich Urbahn, Leiter Multi-Asset-Strategie und Research bei Berenberg, sieht dennoch Chancen für eine Jahresendrallye: Robuste Unternehmensgewinne könnten die Märkte stützen, sofern Firmen ihre Margen und Prognosen behaupten und sowohl Inflation als auch Renditen nicht weiter zulegen.
Im Branchenspektrum fehlten klare Impulse von den Technologiewerten, die nach Vortagesgewinnen überwiegend richtungslos tendierten. Viele Investoren warteten auf die anstehenden Quartalszahlen des US-Speicherchip-Herstellers Micron, die als Gradmesser gelten, ob der Boom rund um Künstliche Intelligenz weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterbranche ankommt. Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets warnte, eine Enttäuschung bei Micron könne die zuletzt gewachsene Skepsis gegenüber dem KI-Sektor rasch in neuen Verkaufsdruck umschlagen lassen. Einzelwerte wie BMW im DAX konnten sich diesem Umfeld zwar mit Kursgewinnen entziehen, insgesamt dominierte an den europäischen Börsen jedoch zum Monatsende die Vorsicht.