Stämm definiert die Bioproduktion mit einem blasenfreien Hochdurchsatz-Bioprozessor für die dezentrale Fertigung neu

14.03.2026

Die neue Plattform eliminiert hydrodynamische Scherbelastung und skaliert isometrisch von 50 mL bis 250 mL mit dem Ziel, CAPEX und Nährmedienkosten zu senken.

SAN FRANCISCO, 13. März 2026 /PRNewswire/ -- Stämm hat den High-Throughput Bioprocessor (HTB) auf den Markt gebracht, eine automatisierte Einweg-Bioproduktionsplattform für adhärente und Suspensionszellen. Der HTB wurde entwickelt, um infrastrukturelle Beschränkungen zu beseitigen, welche die Forschungs- und Entwicklungsarbeit verlangsamen, und künftige Versionen sollen den Entwicklungsprozess von Biologika sowie Zell- und Gentherapien beschleunigen. Der HTB ist einfach zu bedienen und kann überall auf der Welt eingesetzt werden. Er soll die wachsende Lücke zwischen biologischer Forschung und der skalierbaren Entwicklung neuartiger Therapien schließen.

Das Herzstück des HTB ist der blasenfreie Bioreaktor (Bubble-Free Bioreactor, BFB), ein anpassbares, 3D-gedrucktes Verbrauchsmaterial, das den herkömmlichen Impeller überflüssig macht. Ohne Begasung, Blasenbildung oder Antischaummittel erreicht das System Nährstofftransport und Gasaustausch durch laminare Strömung, einen Mechanismus, der den Kapillarnetzen in lebendem Gewebe nachempfunden ist. Durch diese Architektur werden Turbulenzen und hydrodynamische Scherbelastung eliminiert, die empfindliche Zellpopulationen in Rührkesselanlagen schädigen. Der HTB unterstützt die kontinuierliche Perfusion, integrierte Formulierungsprozesse für Anwendungen wie die Differenzierung adhärenter Zellen sowie die automatisierte Gegensedimentation in Suspensionskulturen.

„Die Bioproduktion wird durch Geräte begrenzt, die für eine zentralisierte Welt mit hohen Stückzahlen entwickelt wurden und nicht mehr der Richtung entsprechen, in die sich die Medizin entwickelt", sagte Yuyo Llamazares, Geschäftsführer von Stämm. „Unsere Vision bei der Entwicklung des HTB ist, dass kein Patient in Alaska, São Paulo oder Nairobi aufgrund der Beschränkungen zentralisierter Infrastruktur auf eine Therapie warten muss. Wir haben diese Technologie entwickelt, um die logistische Lücke zwischen wissenschaftlicher Forschung und der künftigen Verfügbarkeit besser zugänglicher Behandlungen zu schließen."

Der globale Markt für die Herstellung von Zell- und Gentherapien ist mit einem gut dokumentierten Engpass konfrontiert: Die Produktionsinfrastruktur ist nach wie vor zentralisiert und kapitalintensiv. Sie eignet sich schlecht für die personalisierte Herstellung neuartiger Therapien in kleinen Chargen. Die modulare Plug-and-Play-Architektur des HTB geht direkt auf dieses Problem ein. Mit dem Austausch von Edelstahlbehältern gegen Snap-in-Kartuschen kann Stämm die Entwicklungszeiten verkürzen, die Betriebskosten senken sowie die Produktionsreichweite auf unterversorgte Regionen ausdehnen. Dadurch sinken die Entwicklungskosten pro Patient für Therapien bei seltenen Erkrankungen sowie für Zelltherapien.

Der HTB ist ab sofort für die Prozessentwicklung im Rahmen von Research Use Only (RUO)-Anwendungen verfügbar. Pharma- und Biotech-Teams, die Stämm-Technologien für die präklinische Produktion, CAR-T, die Expansion von Stammzellen oder Arbeitsabläufe für monoklonale Antikörper evaluieren, sollten sich über www.stamm.bio direkt an Stämm wenden. Eine vollständige Überprüfung der technischen Daten steht noch aus; Partnerschaften für einen frühen Zugang sind begrenzt.

Stämm is a biotechnology company dedicated to making biomanufacturing easy, scalable, and repeatable. They have developed the first methodology for continuous industrial production of biologics and cell therapies leveraging microfluidics and 3D printing. Their focus is to decentralize bioprocesses and democratize access to biotechnology products, thus freeing our partners to focus on the disruptive discoveries that make an impact on people’s life.

Video – https://www.youtube.com/watch?v=QuVRVQ3TBi4 

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/2932172/Stamm_Logo_Logo.jpg

 

 

 

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UBS stellt sich gegen vollständige Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften

16.03.2026


Die Schweizer Großbank UBS steht vor einem deutlich strengeren Kapitalregime. Der Bundesrat will Mitte April eine Verschärfung der Eigenmittelverordnung für systemrelevante Institute beschließen und damit die Anforderungen an die „Too-big-to-fail“-Banken erhöhen. Grundlage sind Vorschläge aus dem Vernehmlassungsverfahren, die vorsehen, dass bestimmte Bilanzposten künftig nicht mehr als hartes Eigenkapital angerechnet werden dürfen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems zu stärken und potenzielle Risiken besser abzufedern.

Kern der geplanten Verordnungsänderung ist, dass systemrelevante Schweizer Finanzinstitute ihre Banken-Software sowie latente Steueransprüche (Deferred Tax Assets, DTA) nicht mehr zum Eigenkapital zählen dürfen. Die revidierte Eigenmittelverordnung soll laut den vorliegenden Plänen Anfang 2027 in Kraft treten. Für UBS könnten sich daraus nach eigenen Berechnungen Milliardenbelastungen ergeben, da die Bank ihre Kapitalbasis an die neuen Vorgaben anpassen müsste.

UBS hatte sich bereits im vergangenen Herbst vehement gegen die Pläne gestellt und die Vorschläge als „unverhältnismäßig“ kritisiert. Die Bank verweist darauf, dass ihre Software einen klaren wirtschaftlichen Wert darstelle. Zudem betont UBS, ein vollständiger Abzug latenter Steueransprüche vom Eigenkapital werde in keinem anderen Land angewandt und führe zu einer spürbaren Benachteiligung gegenüber der internationalen Konkurrenz. Nach Darstellung der Großbank würden sämtliche geplanten Verschärfungen ein zusätzliches Eigenkapitalerfordernis im Umfang von rund 26 Milliarden US-Dollar nach sich ziehen.

Trotz der Einwände scheint Finanzministerin Karin Keller-Sutter im Bundesrat eine breite Unterstützung zu haben. Laut Medienberichten tragen neben den beiden SP-Bundesrätinnen und -Bundesräten Elisabeth Baume-Schneider und Beat Jans auch Außenminister Ignazio Cassis (FDP) sowie Mitte-Vertreter Martin Pfister den Kurs mit. Zudem könnten demnach auch die beiden SVP-Bundesräte Albert Rösti und Guy Parmelin die Verschärfungen unterstützen. Parallel zur Verordnung plant die Regierung, dem Parlament eine Botschaft zur Änderung des Bankengesetzes zu unterbreiten. Zentraler Punkt dieser Vorlage ist die vollständige Kapitalunterlegung der ausländischen Tochtergesellschaften der Großbank, gegen die sich UBS ebenfalls gestellt hat. Anders als die Eigenmittelverordnung, die der Bundesrat im Alleingang erlassen kann, unterliegt die Gesetzesrevision der parlamentarischen Beratung und kann im politischen Prozess noch angepasst werden.