SEOUL, Südkorea, 1. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Seegene Inc., ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der molekularen Diagnostik, gab die europäische Markteinführung seines neuen Tests auf antimikrobielle Resistenzen (AMR), Allplex™ MDRO Assay, bekannt, der gemäß der EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR) zertifiziert wurde. Der Assay dient dem Nachweis von multiresistenten Organismen (MDROs).

Der Assay ist so konzipiert, dass er die wichtigsten multiresistenten Erreger und die damit verbundenen Resistenzgene in einem einzigen Test identifiziert und so einen schnellen, sowie gleichzeitigen Nachweis für ein breites Spektrum von MDRO-Targets ermöglicht. Darüber hinaus unterstützt er ein schnelles First-Line-Screening, bevor die Ergebnisse aus kulturbasierten Verfahren vorliegen, und trägt so dazu bei, dass in Krankenhäusern rechtzeitig Maßnahmen zur Infektionsprävention und -bekämpfung ergriffen werden können. Die Markteinführung spiegelt die Strategie von Seegene wider, seine AMR-Testkapazitäten angesichts der sich verändernden Anforderungen in der Infektionsdiagnostik auszubauen.
Da antimikrobielle Resistenzen weltweit weiter zunehmen, steigt auch die Belastung durch im Gesundheitswesen erworbene Infektionen. Entsprechend wächst der Bedarf an schnelleren und umfassenderen diagnostischen Ansätzen. Öffentliche Gesundheitsbehörden, einschließlich der US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC), haben immer wieder betont, wie wichtig eine verstärkte Infektionsüberwachung und -kontrolle im Gesundheitswesen ist.
Der Allplex™ MDRO Assay ergänzt den bestehenden Allplex™ Entero-DR Assay von Seegene und ermöglicht einen kombinierten Testansatz, der sowohl antimikrobiell resistente Darmbakterien als auch zusätzliche Hochrisiko-MDRO-Targets abdeckt. Dieser kombinierte Ansatz kann die Bemühungen zur Infektionskontrolle gegen antimikrobiell resistente Organismen unterstützen und gleichzeitig das gesamte AMR-Testportfolio von Seegene stärken.
Der Assay ermöglicht den gleichzeitigen Nachweis mehrerer Resistenzgene und kann je nach Workflow im Labor eine Bereitstellung der Ergebnisse am selben Tag ermöglichen. Dadurch können zeitnahe Informationen zur Unterstützung von Maßnahmen zur Infektionskontrolle geliefert und herkömmliche kulturbasierte Verfahren ergänzt werden. Dies kann dazu beitragen, die Arbeitsabläufe im Labor in geeigneten klinischen Umgebungen effizienter zu gestalten.
„Diese Markteinführung ist mehr als nur die Einführung eines neuen Produkts. Dies ist ein wichtiger Schritt bei der Erweiterung unseres diagnostischen Portfolios zur Unterstützung der Infektionskontrolle in Krankenhäusern", sagte Daniel Shin, Executive Vice President und Chief Global Sales and Marketing Officer bei Seegene. „Wir werden weitere diagnostische Lösungen entwickeln, die in der klinischen Praxis effektiv eingesetzt werden können."
Seegene plant, seine Diagnostikkapazitäten im Bereich der AMR-Infektionen weiter auszubauen und seine Strategie im Einklang mit der wachsenden Nachfrage nach verbesserter Infektionsüberwachung und -kontrolle voranzutreiben. Die Produktverfügbarkeit kann von Land zu Land variieren und unterliegt den jeweiligen lokalen regulatorischen Bestimmungen.
Das Unternehmen entwickelt darüber hinaus den Allplex™ MRSA Assay zum Nachweis von Methicillin-resistentem Staphylococcus aureus (MRSA). Die Markteinführung ist für das kommende Jahr geplant als Teil der strategischen Erweiterung des AMR-Diagnostikportfolios.
Informationen zu Seegene
Seegene ist ein global tätiges Unternehmen der Molekulardiagnostik mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in Forschung, Entwicklung und Herstellung syndromischer Real-time-PCR-Technologien. Das Unternehmen ist insbesondere für seine Multiplex-PCR-Technologie bekannt, die den simultanen Nachweis mehrerer Krankheitserreger in einem Test ermöglicht.
Ein zentrales Merkmal der syndromischen Real-time-PCR-Technologie von Seegene ist die Fähigkeit, bis zu 14 Erreger mit ähnlicher Symptomatik in einem einzigen Ansatz zu detektieren und gleichzeitig quantitative Informationen bereitzustellen, die klinische Entscheidungsprozesse unterstützen können.
Die technologischen Fähigkeiten von Seegene haben sich, während der COVID-19-Pandemie bewährt, als das Unternehmen mehr als 340 Millionen Tests an über 100 Länder weltweit lieferte.
Aufbauend auf seiner Expertise in der Molekulardiagnostik entwickelt Seegene ein integriertes diagnostisches Gesamtsystem, das neben Testverfahren auch automatisierte Systeme und datenbasierte Analyseplattformen umfasst. So treibt das Unternehmen neue Technologien wie STAgora™, eine Plattform zur Analyse von Echtzeit-Diagnosedaten, und CURECA™, ein vollautomatisches PCR-System zur Optimierung des gesamten Workflows bei molekularen Tests, voran.
Mit seiner Technology Sharing Initiative und globalen Partnerschaften verfolgt das Unternehmen das Ziel, den Zugang zu molekulardiagnostischen Technologien zu erweitern und die weltweite Prävention von Infektionskrankheiten zu stärken.
Kontakt:
Junyong Lee
jlee@hoffman.com
+82-10-2297-3806

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Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.