Quantropi kündigt allgemeine Verfügbarkeit einer integrierten Nokia‑Lösung für quantensichere Schlüsselverteilung über einen separaten Kanal an

10.06.2026

OTTAWA, Ontario, 10. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Quantropi, das führende Unternehmen für quantensichere Daten und Kommunikation, gab heute die Verfügbarkeit einer gemeinsam mit Nokia integrierten Lösung bekannt, die quantensichere Schlüsselverteilung in großem Umfang bietet. Das Angebot kombiniert Quantropis Technologie für Digital Quantum Key Distribution (D‑QKD) mit Nokias Security Management Server (SMS) und bietet kritischen Netzwerken eine quantenresistente Schlüsselverteilung über einen separaten Kanal.

Quantropi — Bring it on!

Diese Zusammenarbeit unterstützt Netzbetreiber, Unternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen dabei, ihre Netzwerke gegen Angriffe nach dem Prinzip „Harvest Now, Decrypt Later" („jetzt abgreifen, später entschlüsseln", HNDL) zu verteidigen, indem sie sicherstellt, dass Verschlüsselungsschlüssel mit quantensicheren Methoden generiert, bereitgestellt und rotiert werden – ohne dass firmeneigene Geräte erforderlich sind.

Durch die Integration von D-QKD in Nokias SMS erhalten Kunden einen nahtlosen, standardkonformen Mechanismus für die Schlüsselübermittlung über einen separaten Kanal, der sowohl gegen klassische als auch gegen Quantenangriffe resistent ist. Mit dieser Markteinführung wird eine der branchenweit ersten netzbetreibertauglichen quantensicheren Lösungen vorgestellt, die auch bei der Weiterentwicklung von PQC‑Algorithmen widerstandsfähig bleiben soll und Unternehmen einen praktikablen Weg zur Minderung des HNDL‑Risikos bietet.

Die kombinierte Lösung wurde bereits erfolgreich in Kirq eingesetzt, der Prüfumgebung von Numana für Quantenkommunikation – einer neutralen und offenen Innovationsplattform für fortschrittliche Telekommunikations- und Quantenkommunikationstechnologien, die von den Regierungen Kanadas und Quebecs finanziert wird – und demonstriert Leistung, Interoperabilität und Bereitschaft für eine Einführung in großem Umfang.

„Unsere Kunden suchen nach praktischen, einsatzfähigen quantensicheren Lösungen, die ihre Sicherheitslage verbessern, ohne die Komplexität zu erhöhen", sagte Martin Charbonneau, Leiter von Quantum Safe Networks bei Nokia. „Die Integration der D‑QKD‑Technologie von Quantropi erweitert unseren Security Management Server um eine leistungsstarke Funktion zur Schlüsselverteilung über einen separaten Kanal. Gemeinsam liefern wir eine zukunftssichere Lösung, die auch im Betrieb effizient ist."

„Diese Partnerschaft bringt quantensichere Absicherung in reale Netzwerke auf globaler Ebene", sagte James Nguyen, Geschäftsführer von Quantropi. „Unternehmen müssen das HNDL‑Risiko schon heute beseitigen und dafür Technologien einsetzen, die schnell bereitgestellt werden können, transparent arbeiten und standardkonform sind. Diese integrierte Lösung bietet genau das – quantenresistente Schlüsselverteilung ohne spezielle Hardware oder Betriebsunterbrechungen."

D‑QKD ist für Kunden zum Kauf und zur Bereitstellung verfügbar. Zu den ersten Anwendern gehören Organisationen aus den Bereichen Telekommunikation, Verteidigung und kritische Infrastruktur, die ihren Übergang zu quantensicheren Architekturen beschleunigen.

Informationen zu Quantropi

Quantropi ist ein kanadisches Cybersicherheitsunternehmen für zivile und verteidigungsbezogene Anwendungen, das quantensichere Lösungen für Verteidigung, Behörden, IoT-/Embedded-Anwendungen und Unternehmen anbietet. Als Innovationsunternehmen von NATO DIANA schützt Quantropi kritische Systeme, Daten und Kommunikation vor aktuellen und aufkommenden quanten- und KI-gestützten Bedrohungen. Die Flaggschiff-Plattform QiSpace™ bietet einen softwaredefinierten Ansatz für Quantensicherheit, einschließlich quantensicherer Verschlüsselung, Entropie und digitaler Quantenschlüsselverteilung.

 

 

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Kanton Aargau verliert Wirtschaftsprojekt – Otelfingen punktet mit Bahnhof und Bestandsbauten

12.06.2026

Der Standortentscheid ist gefallen: Hitachi Energy baut seinen neuen Schweizer Hauptsitz nicht in Wettingen AG, sondern in Otelfingen im Kanton Zürich. Der international tätige Technologiekonzern will auf einem Campus das bisher über zwölf Standorte verteilte Geschäft in der Schweiz konzentrieren und dort langfristig rund 3000 Arbeitsplätze ansiedeln. Bereits heute sichert das Unternehmen nach eigenen Angaben 1000 Stellen, zusätzlich sollen auf dem neuen Areal bis zu 2000 weitere Jobs entstehen.

Otelfingen setzt sich damit gegen die Aargauer Gemeinde Wettingen durch, die auf der «grünen Wiese» im Gebiet Tägerhardächer auf die Ansiedlung gehofft hatte. Statt eines kompletten Neubaus nutzt Hitachi in Otelfingen das ehemalige, teils unter Schutz stehende Jelmoli-Verteilzentrum sowie angrenzende Parzellen – insgesamt 11 Hektaren. Ausschlaggebend waren nach Angaben der Beteiligten unter anderem die bestehende S-Bahn-Haltestelle direkt beim Areal, die Möglichkeit einer etappierten Entwicklung des Projekts sowie die Risikoabwägung zwischen Umnutzung bestehender Bausubstanz und einem Neubau.

Für Otelfingen markiert der Entscheid einen Einschnitt von historischer Dimension: Die Gemeinde vergleicht die Ansiedlung der Energie-Sparte von Hitachi mit dem Zuzug von Jelmoli in den 1960er-Jahren. Der Campus soll zunächst mit rund 1600 Arbeitsplätzen starten und später auf bis zu 3000 ausgebaut werden. Hitachi Energy plant, bis 2030 die heutigen Standorte in Baden, Dättwil, Turgi-Untersiggenthal, Seon und Zürich-Altstetten in Otelfingen zu bündeln. Der Konzern bekräftigt, die Schweiz bleibe ein entscheidendes Zentrum für die Weiterentwicklung seiner Technologien.

Im Aargau überwiegen Enttäuschung und Sorge. Rund 1000 Arbeitsplätze gehen dem Kanton mit der Verlagerung verloren, wie die Standortförderung bestätigt. Wettingen hatte sich von dem Projekt nicht nur Impulse für das wirtschaftlich angeschlagene Gemeinwesen, sondern auch bis zu zweistellige Millionenerträge pro Jahr in der Gemeindekasse erhofft. Gleichzeitig war das Vorhaben politisch umstritten: Für den geplanten Campus hätte Landwirtschaftsland umzoned werden müssen, wogegen sich insbesondere die Nachbargemeinde Würenlos stellte und unter anderem steigende Immobilienpreise und mehr Verkehr befürchtete. Dass nun Otelfingen mit bestehender Infrastruktur und höherer Unternehmenssteuerbelastung den Zuschlag erhält, verschiebt das wirtschaftliche Gewicht in der Region Limmattal zugunsten des Kantons Zürich.