SEOUL, Südkorea, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- LX Pantos (President und CEO: Lee Yong-ho) gab am 8. September bekannt, dass das Unternehmen ein grenzüberschreitendes Verteidigungslogistikprojekt für moderne Waffen abgeschlossen habe.
Im Rahmen des Projekts wurden Luft-Luft-Raketen (AAMs) von Frankreich nach Korea transportiert, und zwar für das „Marine Attack Helicopter" (MAH)-Programm des Marinekorps der Republik Korea, das von der Defense Acquisition Program Administration (DAPA) geleitet wurde. LX Pantos führte das Projekt für Korea Aerospace Industries (KAI) durch.
*Eine Luft-Luft-Rakete (AAM) ist eine Lenkwaffe, die von einem Flugzeug im Flug abgefeuert wird, um ein Ziel in der Luft zu bekämpfen. |
Die AAMs für den MAH wurden vom europäischen Rüstungsunternehmen M versandt und vom Flughafen Châteauroux in Frankreich an Bord eines von LX Pantos organisierten Charterflugs zum internationalen Flughafen Incheon transportiert. Anschließend wurden sie auf dem Landweg an eine Einheit des Marinekorps der Republik Korea in Pohang geliefert.
LX Pantos setzte ein eigens dafür vorgesehenes Charterflugzeug ein, in dem die Raketen als einzige Fracht befördert wurden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Sendung wurde als Sprengstoff der Klasse 1, Unterklasse 1.2, Verträglichkeitsgruppe E eingestuft, und die Raketen unterlagen den strengsten Sicherheitskontrollen.
Der Lufttransport von Gefahrgut, wie beispielsweise Rüstungsgütern, ist ein hochspezialisierter Vorgang, der sowohl den Gefahrgutvorschriften der International Air Transport Association (IATA) als auch den einschlägigen nationalen Flugsicherheitsvorschriften entsprechen muss.
Im Rahmen dieses Einsatzes sicherte sich LX Pantos Überfluggenehmigungen von 14 Ländern in Europa, dem Nahen Osten und Asien und koordinierte den multimodalen Transport über sein globales Netzwerk, einschließlich seiner europäischen Tochtergesellschaften.
LX Pantos baut sein Geschäftsfeld der Verteidigungslogistik kontinuierlich aus, seit das Unternehmen bei einer Sicherheitsbewertung durch das koreanische Defense Counterintelligence Command im Jahr 2024 die Note „Ausgezeichnet" erhalten hat.
Zudem hat das Unternehmen die Bewertungsstufe 3 (AL3) erreicht – die höchste Stufe im Rahmen des Trusted Information Security Assessment Exchange (TISAX) – und damit seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, strenge globale Anforderungen an die Informationssicherheit zu erfüllen.
Ein Vertreter von LX Pantos erklärte, das Projekt zeige die hochentwickelte Kompetenz des Unternehmens in den Bereichen Sicherheit, Gefahrenabwehr und Logistik, und fügte hinzu, dass LX Pantos auch weiterhin globale Kunden aus dem Verteidigungssektor unterstützen und seine Rolle auf dem Markt für Verteidigungslogistik ausbauen werde.
LX Pantos wurde 1977 gegründet und ist ein führender globaler Logistikdienstleister mit Hauptsitz in Korea. Das Unternehmen bietet umfassende Logistiklösungen in den Bereichen See-, Luft- und Schienenfracht sowie Kontraktlogistik über ein weltweites Netzwerk in mehr als 40 Ländern an.
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Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.
Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.
Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.
Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.