HAMBURG, Deutschland, 15. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Lange galt die persönliche Beratung als unverzichtbarer Bestandteil der Bankbeziehung. Dieses Bild verschiebt sich, wie die aktuelle Studie EOS Banking AI Barometer zeigt. Die Studie untersucht, wie europäische Verbraucher*innen Künstliche Intelligenz im Bankensektor bewerten. 46 Prozent berichten von einer Verbesserung der Kundenkommunikation durch KI-Einsatz. Nur elf Prozent nehmen eine Verschlechterung wahr. Wo die Technik konkret hilft, ist sie akzeptiert. Fast jede dritte befragte Person (29 Prozent) würde bei heiklen Bankangelegenheiten sogar lieber mit einer KI sprechen als mit einem menschlichen Ansprechpartner. Bei den 18-34-jährigen Befragten sind es noch mehr (38 Prozent). Doch die Studie deutet darauf hin, dass die KI hier noch an Grenzen stößt. In Sachen Verständnis, Präzision und Problemlösung liegen die Zustimmungswerte zu den Fähigkeiten der KI im Bankenservice nur bei 35 bis 36 Prozent.

Höher ist die Akzeptanz bei der Informationssuche, Schnelligkeit und Verfügbarkeit. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) schätzt KI als Hilfe bei der Suche nach Informationen. Jeweils 51 Prozent loben die schnellere Kommunikation und die Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit.
Bei allen Vorteilen bleibt eine Lücke: 60 Prozent der Befragten fehlt in der KI-Kommunikation das Zwischenmenschliche. „46 Prozent der Kund*innen sagen, der Service ist besser geworden durch KI, nur 11 Prozent empfinden eine Verschlechterung. Das ist ein klares Signal für die Akzeptanz von KI im Kundenservice. Aber die 60 Prozent, die das Zwischenmenschliche vermissen, sagen uns auch, dass KI allein nicht die Antwort ist. Die besten Banken nutzen KI als Werkzeug für besseren Service, nicht als Ersatz für Beziehung", sagt Marwin Ramcke, CEO der EOS Gruppe.
Vom Informationsagenten zum Finanzcoach
Die Befragten sehen noch deutliche Potenziale für den KI-Kundenservice. Besonders in finanziell angespannten Situationen sehen sie Raum für proaktive KI-Unterstützung. „Unsere Studie zeigt eine klare Richtung in der Nutzung von KI-Services: Kund*nnen wollen nicht nur reagierende KI, sondern vorausschauende. So wünschen sich 61 Prozent Warnungen bei drohender Kontoüberziehung, 51 Prozent finden KI-Vorschläge für einen individuellen Ratenplan bei offenen Forderungen hilfreich", erklärt der CEO der EOS Gruppe. Insbesondere Verbraucher*innen, die schon einmal in Zahlungsschwierigkeiten steckten, stehen KI-gestützten Hilfsangeboten von Banken deutlich offener gegenüber als die Gesamtbevölkerung. Statt lediglich auf Kundenanfragen zu reagieren, könnten KI-Systeme künftig frühzeitig auf finanzielle Risiken hinweisen und passende Hilfsangebote empfehlen. „Kund*innen sind bereit für smartere Services, Banken müssen nur liefern", fasst Ramcke zusammen.
Über die Studie
Für die Studie EOS Banking AI Barometer – How Europe really feels about AI in banking wurden 4.400 Personen in elf europäischen Ländern (Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien und Schweiz, je 400 Befragte) zu ihrer Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz in der Bankkommunikation befragt. Erhoben wurden die Daten im Juli 2026. Zielpersonen waren Bankkund*innen im Alter von 18 bis 65 Jahren. Die Studie wurde online und bevölkerungsrepräsentativ durchgeführt.
Weitere Informationen, Infografiken und Downloads zum EOS Banking AI Barometer hier.
Über die EOS Gruppe
Die EOS Gruppe ist ein führender technologiebasierter Investor in Forderungsportfolios und Experte bei der Bearbeitung offener Forderungen. Mit mehr als 50 Jahren Erfahrung und Standorten in über 20 Ländern bietet EOS weltweit smarte Services rund ums Forderungsmanagement. Im Fokus stehen Banken sowie Unternehmen aus den Bereichen Immobilien, Telekommunikation, Energieversorgung und E-Commerce. EOS beschäftigt fast 6.000 Mitarbeiter*innen und gehört zur Otto Group.
Weitere Informationen zur EOS Gruppe: eos-solutions.com

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Inflationssorgen und steigende Ölpreise haben Europas wichtigste Aktienmärkte zur Wochenmitte spürbar belastet und zugleich die Monatsbilanz eingetrübt. Der EuroStoxx 50 schloss am Mittwoch 0,81 Prozent tiefer bei 6269,02 Punkten. Im Monatsverlauf verlor der Leitindex der Eurozone 2,4 Prozent und beendete damit eine Serie von fünf Anstiegen in Folge. Der DAX gab um 0,79 Prozent auf 25.199,19 Punkte nach, während der britische FTSE moderat um rund ein Viertel Prozent auf gut 10.600 Zähler nachgab.
Treiber der Risikoaversion waren neue Inflationsdaten aus großen Euroländern. In Deutschland kletterten die Verbraucherpreise im September auf 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit erstmals seit Ende 2023 wieder über die Marke von drei Prozent, nachdem im August noch 2,9 Prozent verzeichnet worden waren. Starke Anstiege der Energiepreise wirkten als Hauptfaktor – eine Entwicklung, die sich nach ersten Angaben auch in Frankreich und Italien widerspiegelt. In Italien kam es zudem zu einem deutlichen Anstieg der Teuerung, was die Sorge nährte, dass der disinflationäre Trend im Euroraum ins Stocken geraten könnte.
Parallel dazu zogen die Ölpreise erneut an. Marktteilnehmer verwiesen auf die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten und mögliche Risiken für die Öllieferungen aus dem Persischen Golf. Berichte, wonach mehrere Tankschiffe in der Straße von Hormuz unter Beschuss geraten sein sollen, verstärkten die Nervosität. Höhere Energiekosten und im Umfeld der Inflationsdaten steigende Anleiherenditen machten Anleger nach Einschätzung von Marktstrategen europaweit selektiver. Ulrich Urbahn, Leiter Multi-Asset-Strategie und Research bei Berenberg, sieht dennoch Chancen für eine Jahresendrallye: Robuste Unternehmensgewinne könnten die Märkte stützen, sofern Firmen ihre Margen und Prognosen behaupten und sowohl Inflation als auch Renditen nicht weiter zulegen.
Im Branchenspektrum fehlten klare Impulse von den Technologiewerten, die nach Vortagesgewinnen überwiegend richtungslos tendierten. Viele Investoren warteten auf die anstehenden Quartalszahlen des US-Speicherchip-Herstellers Micron, die als Gradmesser gelten, ob der Boom rund um Künstliche Intelligenz weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterbranche ankommt. Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets warnte, eine Enttäuschung bei Micron könne die zuletzt gewachsene Skepsis gegenüber dem KI-Sektor rasch in neuen Verkaufsdruck umschlagen lassen. Einzelwerte wie BMW im DAX konnten sich diesem Umfeld zwar mit Kursgewinnen entziehen, insgesamt dominierte an den europäischen Börsen jedoch zum Monatsende die Vorsicht.