Die GSMA MWC26 in Doha findet im November 2026 parallel zur ITU Plenipotentiary Conference statt

28.08.2026

Aufbauend auf dem Erfolg der ersten Ausgabe 2025 kehrt die MWC Doha noch stärker zurück und schließt sich mit der ITU zusammen, um eine globale Plattform zu schaffen, die Industrie und politische Entscheidungsträger zusammenbringt. 

LONDON, 28. August 2026 /PRNewswire/ -- Die GSMA und die International Telecommunication Union (ITU) gaben heute bekannt, dass die MWC26 Doha parallel zur ITU Plenipotentiary Conference (PP-26) stattfinden wird. Die PP-26 ist das höchste Entscheidungsgremium der ITU, der Organisation der Vereinten Nationen für digitale Technologien. Diese einzigartige gemeinsame Veranstaltung wird die führenden Persönlichkeiten aus Politik, internationalen Institutionen und Wirtschaft, die den digitalen Sektor prägen, zu einem entscheidenden Monat des Austauschs über digitale Politik und der Präsentation von Konnektivitätslösungen in Doha zusammenbringen.

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Die MWC26 Doha findet in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie (MCIT) von Katar vom 8. bis 10. November 2026 im Doha Exhibition and Convention Center (DECC) statt. Die ITU PP-26 findet vom 9. bis 27. November 2026 im DECC statt; Gastgeber ist die Communications Regulatory Authority (CRA), die Regulierungsbehörde für Telekommunikation von Katar.

Nach dem durchschlagenden Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr und im Einklang mit der „Digital Agenda 2030" und der „Qatar National Vision 2030" wird die MWC26 Doha das globale Ökosystem in den Bereichen Messe, Vordenkerrolle und Politik zusammenbringen. Das GSMA-Ministerprogramm kehrt zum MWC Doha zurück, um die Prioritäten im Bereich der digitalen Governance und der Investitionen festzulegen, die die nächste Phase der Konnektivität unterstützen. Dies knüpft an das wegweisende Debüt im vergangenen Jahr an, an dem 60 Delegationen aus 49 Ländern und 11 zwischenstaatlichen Organisationen teilnahmen.

Die Ausstellungsfläche des MWC befindet sich direkt neben dem PP-26-Bereich, sodass die Teilnehmenden der PP-26 aus erster Hand erleben können, wie fortschrittliche Konnektivität, KI-gestützte Lösungen und digitale Infrastruktur das Wirtschaftswachstum und den gesellschaftlichen Fortschritt weltweit vorantreiben.

Die ITU vereint 194 Mitgliedstaaten und über 1.000 Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute sowie regionale und internationale Organisationen. Die ITU spielt eine entscheidende Rolle bei der Koordinierung der weltweiten Nutzung des Funkfrequenzspektrums und der Satellitenbahnen, bei der Entwicklung von Telekommunikationsstandards sowie bei der Förderung einer flächendeckenden Vernetzung und einer nachhaltigen digitalen Transformation. Die Plenipotentiary Conference, die Bevollmächtigtenkonferenz dert ITU, tritt alle vier Jahre zusammen, um die allgemeine strategische Ausrichtung der ITU festzulegen, ihre Finanzpläne zu genehmigen und die Amtsträger der ITU, die Mitgliedstaaten des Rates sowie die Mitglieder des Funkreglementausschusses zu wählen.

Sowohl die GSMA als auch die ITU setzen sich für die Vernetzung der Welt ein und arbeiten bereits zusammen, um die globale Konnektivität in den Bereichen Politik, Normen und Frequenzmanagement voranzutreiben. Die gemeinsame Ausrichtung ergänzt beide Veranstaltungen und wird dazu führen, dass in Doha die bislang größte Zusammenkunft von Führungskräften aus der Digitalbranche stattfindet, die jemals im Rahmen einer der beiden Veranstaltungen stattgefunden hat.

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Restrukturierung, Stellenabbau, Übernahme: Rieter vollzieht Personalwende im Top-Management

08.10.2026

Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.

Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.

Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.

Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.