Centalion und Komgo integrieren Agentic AI in den laufenden Treasury-Betrieb

14.10.2026

Der von Centalion  auf der Komgo-Konsole   über den MCP -Connector entwickelte KI-Treasury-Agent verkürzt die Bearbeitungszeiten von Handelsfinanzierungsinstrumenten und gewährleistet gleichzeitig die vollständige Aufrechterhaltung von Governance und menschlicher Genehmigung.

GENF, 14. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Centalion Group, eines der weltweit größten unabhängigen Rohstoffhandelsunternehmen, und Komgo, ein führender Anbieter digitaler Handelsfinanzierungsplattformen, gaben bekannt, dass Centalion einen KI-Treasury-Agenten eingesetzt hat, der es Treasury-Experten ermöglicht, Workflows für Facility- und Handelsfinanzierungsinstrumente über natürliche Sprache abzuwickeln und gleichzeitig alle Kontroll- und Genehmigungsschritte beizubehalten.

Centalion and Komgo Bring Agentic AI into Live Treasury Operations

Centalion setzt seit über fünf Jahren auf die Konsole von Komgo als zentrale Plattform für die Verwaltung seiner außerbilanziellen Instrumente bei seinen Bankpartnern. Selbst mit vorhandenen digitalen Plattformen musste das Treasury-Team immer noch zwischen verschiedenen Systemen wechseln, um Daten abzurufen, Informationen zu überprüfen und Statusaktualisierungen zu erhalten.

Centalions Antwort darauf war der Aufbau und die Steuerung eines KI-Treasury-Agenten innerhalb der eigenen Cloud-Umgebung, wobei ein großes Sprachmodell mit strukturierten Treasury-Workflows und standortspezifischen Geschäftsregeln kombiniert wurde.

Die Verbindung zu Konsole erfolgt über den MCP-Connector (Model Context Protocol) von Komgo, wodurch Centalion die Kontrolle über seine KI und Orchestrierungslogik behält und gleichzeitig sicher mit der Handelsfinanzierungsinfrastruktur von Komgo interagiert, ohne dass ein Punkt-zu-Punkt-Integrationsprojekt erforderlich ist.

Der erste Einsatz betrifft Centalions syndizierte Fazilität für außerbilanzielle Instrumente, und die ersten Ergebnisse sind bereits auf Transaktionsebene spürbar: Die Bearbeitungszeit für Neuausstellungen wurde um rund 55 % und die Bearbeitungszeit für Änderungen um rund 80 % verkürzt. Nach der Ausweitung auf die gesamte Handelsfinanzierungstätigkeit von Centalion werden dadurch voraussichtlich mehr als 60 Arbeitstage an Treasury-Kapazität pro Jahr freigesetzt, Zeit, die für Risikoüberwachung, Optimierung der Einrichtungen und Finanzierungsstrategie genutzt werden kann.

„Wir wollten nicht einfach nur einen weiteren Chatbot entwickeln. Wir wollten die Art und Weise verändern, wie unser Treasury-Team mit der technischen Infrastruktur interagiert. Der Agent kann eine Anweisung verstehen, unsere Regeln anwenden und eine Transaktion in Sekundenschnelle vorbereiten, während die Entscheidung weiterhin beim Treasury-Team liegt. Für uns demonstriert dieser Einsatz das wahre Potenzial von agentenbasierter KI in der Finanzabteilung eines Rohstoffhändlers: „Reibungsbeseitigung ohne Beseitigung der Verantwortlichkeit", kommentierte Olivier Thevenon, Treasury Manager bei Centalion.

„Centalion und Komgo zeigen, wie Corporate-Treasury-Teams ihre eigenen KI-Fähigkeiten auf der Grundlage einer vertrauenswürdigen, strukturierten Handelsfinanzierungsinfrastruktur aufbauen und steuern können, anstatt diese zu ersetzen", sagte Baptiste Audren, Chief Revenue Officer bei Komgo.

Mehr über Centalion: https://centalion.com

Mehr über Komgo: https://komgo.io

Pressekontakt: 

anne-sophie.pinson@komgo.io

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Restrukturierung, Stellenabbau, Übernahme: Rieter vollzieht Personalwende im Top-Management

08.10.2026

Beim Winterthurer Textilmaschinenhersteller Rieter kommt es zu einem abrupten Führungswechsel. CEO und Verwaltungsratspräsident Thomas Oetterli gibt beide Ämter per Ende Oktober ab. An die Spitze der Geschäftsführung rückt Anfang November der Branchenkenner Daniel Lippuner, während Carl Illi mit sofortiger Wirkung das Präsidium des Verwaltungsrats übernimmt. Rieter begründet den Schritt damit, dass nach der Umsetzung zentraler strategischer Projekte nun der Zeitpunkt gekommen sei, die Verantwortung in neue Hände zu legen.

Lippuner gilt als ausgewiesener Experte für Spinnmaschinen, Garnverarbeitung und Textilkomponenten. Er leitete früher den Textilmaschinenhersteller Saurer und zuvor den Bereich Oerlikon Textile Components. Zudem ist er Verwaltungsratspräsident und Miteigentümer von Heberlein Technology und damit weiterhin eng in der Chemiefaserindustrie verankert. Illi gehört dem Rieter-Verwaltungsrat seit 2017 an und wird vom Unternehmen ebenfalls als Textilexperte charakterisiert. Er soll das Präsidium mindestens bis zur nächsten Generalversammlung führen.

Oetterli, Jahrgang 1969 und früher Chef des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler, war im März 2023 zu Rieter geholt worden, um den bereits damals kriselnden Maschinenbauer zu stabilisieren. Noch im selben Jahr lancierte er das Performance-Programm «Next Level», das ein massives Kostensenkungs- und Restrukturierungspaket umfasst. Der Plan sah unter anderem vor, bis 2025 rund 1400 Vollzeitstellen vorwiegend in Deutschland, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern abzubauen und Standorte zu konsolidieren. Parallel dazu übernahm Rieter im Februar die Textilmaschinensparte Barmag von OC Oerlikon, was mit einem deutlichen Anstieg der Verschuldung einherging.

Trotz dieser einschneidenden Massnahmen blieb die erhoffte Trendwende aus. Die Amtszeit Oetterlis war von einem ausserordentlich schwachen Marktumfeld mit anhaltender Nachfrageschwäche geprägt. 2024 hatte er zusätzlich das Präsidium des Verwaltungsrats übernommen – ein Doppelmandat, das den Aktionären ursprünglich als Übergangslösung zur konsequenten Umsetzung von «Next Level» verkauft worden war. Grösster Anteilseigner bei Rieter ist der Schweizer Industrielle Peter Spuhler mit einem Anteil von 33,1 Prozent; er sitzt ebenfalls im Verwaltungsrat. Der Führungswechsel in Winterthur folgt zeitlich auf eine ebenfalls angekündigte Neubesetzung an der Spitze von Stadler Rail, einem weiteren Unternehmen, an dem Spuhler die Kontrolle hält.