ATTD Spotlight: Von Blutzuckerwerten zu KI-basierten Erkenntnissen - eine neue Richtung für das Diabetes-Management

16.03.2026

BARCELONA, Spanien, 16. März 2026 /PRNewswire/ -- Auf dem ATTD 2026 ist KI zu einem der meistdiskutierten Themen im Hinblick auf die Zukunft der Diabetesversorgung avanciert. Da CGM zunehmend Verbreitung findet, besteht die nächste Herausforderung nicht mehr darin, Daten zu erheben, sondern diese in aussagekräftige Leitlinien für Patienten und Ärzte umzuwandeln.

SIBIONICS GS3 AI insights

Im Rahmen seines ATTD-Symposiums „Beyond Glucose: The Integrated Future of CGM, CKM, and AI in Diabetes" (Über Glukose hinaus: Die integrierte Zukunft von CGM, CKM und KI bei Diabetes) stellte SIBIONICS eine neue Perspektive vor, wie KI den Nutzen von CGM über die reine Überwachung hinaus erweitern kann.

Das Unternehmen führte mehrere KI-gestützte Funktionen ein, die darauf ausgelegt sind, alltägliche Daten in praktische Erkenntnisse umzuwandeln. Ein wesentliches Merkmal ist eine mehrtägige TIR-Übersicht in Verbindung mit einer Spitzenwertanalyse, die es Ärzten und Patienten ermöglicht, Glukosemuster über einen längeren Zeitraum zu erkennen und so präzisere klinische Entscheidungen zu treffen.

Eine weitere Innovation konzentriert sich auf intelligentes Logging und Tagging. Dank der KI-gestützten Sprachprotokollierung können Nutzer einfach alltägliche Ereignisse wie Mahlzeiten, sportliche Aktivitäten oder die Einnahme von Medikamenten beschreiben. Das System fasst diese Informationen dann automatisch in strukturierten Gesundheitsakten zusammen, was die tägliche Erfassung erleichtert und die Therapietreue verbessert.

SIBIONICS stellte zudem KI-gestützte Ernährungsanalysen vor, die aufgezeichnete Mahlzeiten auswerten und aufzeigen, wie sich Ernährungsentscheidungen auf den Blutzuckerverlauf auswirken, wodurch Patienten besser verstehen können, welche Anpassungen zu einer besseren Blutzuckerkontrolle führen können.

Generell betonen Fachkräfte im Gesundheitswesen, dass die wertvollsten KI-Tools als personalisierte Datenbegleiter fungieren, die komplexe Blutzuckerdaten in klare Erkenntnisse und umsetzbare Empfehlungen umwandeln, welche sowohl die Patientenbeteiligung als auch die klinische Entscheidungsfindung unterstützen.

Den Vorsitz des Symposiums hatten Prof. Lutz Heinemann, ein weltweit anerkannter Forscher und Berater im Bereich der Diabetes-Technologie, sowie Prof. Federico Bertuzzi, Leiter der Abteilung für Diabetologie am Krankenhaus Niguarda in Mailand und Präsident der SID Lombardia.

Die Session umfasste auch Beiträge internationaler Experten, darunter Dr. Talita Trevisan, deren Forschungsarbeiten zu CGM und automatisierter Insulinabgabe in den ADA-Behandlungsstandards zitiert wurden; Prof. Hande Turan, eine Expertin für pädiatrische Endokrinologie und Diabetes-Ergebnisse in der Praxis; Prof. Ahmad Haidar von der McGill University, bekannt für seine Arbeit an künstlichen Pankreassystemen und Insulindosierungsalgorithmen; sowie Dr. Wei Qiang, ein Endokrinologe der Xi'an Jiaotong University, der sich auf die Verbesserung der Diabetesversorgung in China konzentriert.

Da KI die Interpretation von Blutzuckerdaten grundlegend verändert, entwickelt sich die Diabetes-Technologie hin zu intelligenten Systemen, die sowohl klinische Entscheidungen als auch das tägliche Selbstmanagement unterstützen.

Welche neuen Erkenntnisse und Innovationen könnte SIBIONICS auf seinem bevorstehenden 4. AGP&DTx Summit vorstellen – und wie könnten diese die Rolle der KI in der Diabetesversorgung weiter neu definieren?

KONTAKT: ravian.luo@sibionics.com

SIBIONICS

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Bachem: Starkes Jahr 2025, vorsichtiger Ton beim Ausblick

14.03.2026


Bachem hat für das Geschäftsjahr 2025 robuste Zahlen vorgelegt und die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Umsatz wie beim Ergebnis übertroffen. Der Pharmazulieferer setzte 695,1 Millionen Franken um, ein Plus von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr; in Lokalwährungen lag das Wachstum sogar bei 19,2 Prozent. Im ersten Halbjahr war das Unternehmen in Lokalwährungen noch um 34 Prozent gewachsen. Unter dem Strich erzielte Bachem einen Reingewinn von 148,8 Millionen Franken und damit knapp 24 Prozent mehr als 2024. Damit lag das Unternehmen rund 30 Millionen Franken über der Konsensschätzung.

Auch auf operativer Ebene legte Bachem zu. Der EBITDA stieg um 21,8 Prozent auf 214,7 Millionen Franken, die Marge verbesserte sich um 1,8 Prozentpunkte auf 30,9 Prozent. Darin enthalten ist allerdings ein positiver Sondereffekt von 16,1 Millionen Franken aus der Standortentwicklung im Sisslerfeld sowie dem Verkauf eines Gebäudes in den USA. Bereinigt lag die EBITDA-Marge bei 28,6 Prozent und damit ungefähr auf Höhe der Markterwartungen. Aktionäre sollen an der Entwicklung teilhaben: Die Divende soll von 0,85 auf 0,90 Franken je Aktie erhöht werden.

Für Gesprächsstoff sorgt der Ausblick. Unter der neuen CEO Anne-Kathrin Stoller rückt Bachem von der bisher kommunizierten Marke eines Umsatzes von mindestens 1 Milliarde Franken ab, die 2026 erreicht werden sollte. Im aktuellen Communiqué wird dieses Mittelfristziel nicht mehr explizit erwähnt. Stattdessen stellt das Unternehmen für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von 35 bis 45 Prozent in Aussicht, was einer Spanne von 938 Millionen bis 1,008 Milliarden Franken entspricht. Schafft Bachem den oberen Rand, wäre die bisherige Zielmarke zwar erreicht – die weniger pointierte Formulierung dürfte aber einige Investoren veranlassen, ihre Erwartungen zu justieren.

Operativ richtet Bachem die Organisation auf weiteres Wachstum aus. 2025 investierte der Konzern 332,6 Millionen Franken über alle Standorte hinweg; im laufenden Jahr sollen die Investitionen auf über 400 Millionen Franken steigen. Hintergrund sind unter anderem mehrere Grossaufträge von Herstellern der stark nachgefragten Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Gleichzeitig treibt Bachem den Ausbau neuer Kapazitäten voran: Die erste Bauetappe des Gebäudes K wurde Ende 2025 von der Aufsichtsbehörde Swissmedic inspiziert und freigegeben. Das Unternehmen, das Peptid-basierte Wirkstoffe für Indikationen wie Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit liefert und parallel ein Standbein im Bereich Oligonukleotide aufbaut, setzt damit klar auf steigende Nachfrage – auch wenn es bei der kommunikativen Zuspitzung seiner Umsatzziele zurückhaltender geworden ist.