DHAHRAN, Saudi-Arabien, 20. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Aramco, eines der weltweit führenden Energie- und Chemieunternehmen, hat heute in Zusammenarbeit mit Pasqal, einem weltweit führenden Anbieter im Bereich der Quantencomputer mit neutralen Atomen, den ersten Quantencomputer des Königreichs Saudi-Arabien offiziell eingeweiht.

Aramco und Pasqal stellten zudem die erste kommerzielle „Quantum Computing as a Service" (QCaaS)-Plattform im Nahen Osten vor und schlugen damit ein neues Kapitel beim Aufbau regionaler Fachkompetenz und bei der Beschleunigung der Entwicklung von Quantenanwendungen in den Bereichen Energie, Werkstoffe und Industrie auf.
QCaaS stellt einen bedeutenden Meilenstein im technologischen Fortschritt der Region dar und ermöglicht potenziellen Kunden weltweit den Fernzugriff über die Cloud. Der Computer befindet sich im Rechenzentrum von Aramco in Dhahran und bietet Kunden über eine sichere Cloud-Plattform sofortigen Zugriff auf Quantenhardware mit geringer Latenz, um komplexe industrielle Herausforderungen zu bewältigen.
Ahmad O. Al Khowaiter, Executive Vice President für Technologie und Innovation bei Aramco, erklärte: „Dieser bedeutende Meilenstein ist das Verdienst unserer saudischen Forscher, Ingenieure und Wissenschaftler. Durch Investitionen in gemeinsame Ausbildungs- und Forschungsprojekte bauen wir hier im Königreich erstklassiges Quanten-Know-how auf – ein Know-how, das die nächste Generation von Energielösungen vorantreiben, die Entwicklung kohlenstoffarmer Kraftstoffe beschleunigen und die Optimierung von Lagerstätten und Lieferketten verbessern wird. Möge diese Errungenschaft zum Katalysator für eine innovationsgetriebene Wirtschaft werden, die für unsere Jugend zukunftsfähige Arbeitsplätze mit großer Wirkung schafft und die Saudi-Vision 2030 vorantreibt."
Wasiq Bokhari, CEO von Pasqal, sagte: „Aramco wartet nicht einfach nur auf das Quantencomputing, sondern prägt es als weltweit führendes Unternehmen mit. Diese Einweihung ist ein Beleg dafür, dass die anspruchsvollsten industriellen Herausforderungen der Welt nun mit den Quantenprozessoren, der Software und den spezifischen Lösungen von Pasqal angegangen werden. Für Pasqal ist der Einsatz unseres Systems in den geschäftskritischen Abläufen von Aramco, bei gleichzeitiger Verfügbarkeit für die Unternehmen und die Forschungsgemeinschaft der Region, Teil unserer Kernaufgabe: bereits heute praktisches und sicheres Quantencomputing in großem Maßstab zu ermöglichen."
Seit 2019 entwickelt und produziert Pasqal leistungsstarke Hardware und cloudfähige Software, um komplexe Herausforderungen in den Bereichen Optimierung, Simulation und künstliche Intelligenz zu bewältigen. Nach ihrer ersten Inbetriebnahme im November 2025wird die Pasqal Quantum Processing Unit (QPU) auf Basis der Neutralatom-Technologie betrieben und steuert 200 programmierbare Qubits. Mit der heutigen Einweihung wird der Start des aktiven Betriebs für ein wachsendes Spektrum industrieller Anwendungsfälle offiziell besiegelt und Unternehmen die Möglichkeit geboten, quantenunterstützte Lösungen für reale industrielle Herausforderungen zu erforschen und zu entwickeln.
Im Rahmen der Partnerschaft wird Aramco als Referenzkunde eine Roadmap mit Anwendungsfällen auf einer produktionsreifen QPU vorantreiben und damit die Entwicklung von Quanten-Hybrid-Lösungen für seine Programme in den Bereichen Energie, Werkstoffe und industrielle Abläufe beschleunigen. Andere externe Organisationen, darunter Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen, können über die Cloud-Plattform von Pasqal auf einen der wenigen Quantencomputer weltweit zugreifen.
Wa'ed Ventures, der inländische Risikokapitalarm von Aramco, investierte im Januar 2023 erstmals in Pasqal und verstärkte damit die Bemühungen, fortschrittliche Quantentechnologien vor Ort zu etablieren und die Entwicklung des regionalen Quanten-Ökosystems voranzutreiben. Seitdem haben Aramco und Pasqal ein strukturiertes Quantenprogramm aufgebaut, das sich auf anspruchsvolle operative Herausforderungen in verschiedenen Arbeitsbereichen konzentriert, in denen quantenhybride Ansätze Möglichkeiten eröffnen, die über die Grenzen der klassischen Datenverarbeitung hinausgehen. Zu diesen Arbeitsbereichen von Aramco gehören die Optimierung der Hafenlogistik, die Optimierung der CO₂-Speicherung, die Standortwahl für Bohrlöcher, die Planung des Bohrbetriebs, der Aufbau einer qualifizierten Fachkräftebasis im Königreich sowie die flächendeckende Bereitstellung von Quantencomputern in der gesamten Region. @aramco
Informationen zu Aramco
Als eines der weltweit führenden integrierten Energie- und Chemieunternehmen ist unser globales Team bestrebt, bei allem, was wir tun, etwas zu bewirken – von der Bereitstellung wichtiger Öllieferungen bis zur Entwicklung neuer Energietechnologien. Wir konzentrieren uns darauf, unsere Ressourcen verlässlicher, nachhaltiger und nützlicher zu machen und so Wachstum und Produktivität in der ganzen Welt zu fördern. https://www.aramco.com
Informationen zu Pasqal
Pasqal ist ein weltweit führender Anbieter von skalierbaren, praxistauglichen Quantencomputern, die auf der Technologie neutraler Atome und spezieller Software basieren und für Industrie, Wissenschaft und Behörden bestimmt sind. Seit seiner Gründung im Jahr 2019 nutzt Pasqal nobelpreisgekrönte Forschungsergebnisse, um leistungsstarke Quantensysteme und cloudfähige Software zu entwickeln, die darauf ausgelegt sind, komplexe Herausforderungen in den Bereichen Optimierung, Simulation und künstliche Intelligenz zu bewältigen.
Pasqal hat seinen Hauptsitz in Frankreich, beschäftigt über 275 Mitarbeiter und betreut mehr als 25 Kunden und Partner, darunter Aramco, CMA CGM, OVHcloud, Thales, IBM (Pasqal ist Teil des IBM Quantum Network) und Sumitomo.
Mit einer Gesamtfinanzierung von mehr als 500 Millionen US-Dollar durch führende internationale Investoren strebt Pasqal in Zusammenarbeit mit der Bleichroeder Acquisition Corp. II (Nasdaq: BBCQ) einen Börsengang an der Nasdaq an und treibt die weltweite Einführung skalierbarer, leistungsstarker Quantencomputer voran.
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Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.