TAIPEI, 13. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Apacer (8271) hat GraTherX vorgestellt, eine Speicher-Kühltechnologie in Industriequalität, die darauf abzielt, thermische Herausforderungen bei Hochgeschwindigkeits-DDR5-Modulen zu bewältigen, insbesondere in lüfterlosen und platzbeschränkten Systemen.
Da die Nachfrage nach DDR5 im Zuge der Verbreitung von KI-Anwendungen stetig steigt, haben die zunehmende Wärmedichte und der höhere Stromverbrauch Bedenken hinsichtlich der Systemstabilität aufkommen lassen. Nach Angaben des Unternehmens zeigen Tests unter hoher Last, dass mit GraTherX ausgestattete DDR5-Module Temperatursenkungen von bis zu 23,4 °C erzielen können – im Vergleich zu den üblichen Verbesserungen von 3 bis 5 °C bei herkömmlichen Kühllösungen. Das Design verbessert zudem die Wärmeableitung auf beiden Seiten des Moduls und trägt so zu einem stabilen Betrieb über längere Zeiträume bei.
Apacer weist darauf hin, dass in lüfterlosen Industrieumgebungen die Luftzirkulation an der Rückseite von Speichermodulen aufgrund der Nähe zum Mainboard oft eingeschränkt ist, wodurch diese anfälliger für lokale Hitzestaus sind. GraTherX begegnet diesem Problem durch eine beidseitige Wärmeleitstruktur, die Wärme von den rückseitigen Komponenten zur Vorderseite leitet, wo sie effizienter abgeführt werden kann.
Die Technologie basiert auf einem mehrschichtigen Kühlkonzept, bei dem Kupfer und Graphen zum Einsatz kommen, um nicht nur die Wärmeleitung, sondern auch die Wärmeverteilung zu verbessern. Eine zusätzliche Isolierschicht soll den direkten Kontakt mit umgebenden Komponenten verhindern und so die elektrische Sicherheit sowie die langfristige Zuverlässigkeit gewährleisten. Die Lösung ist zudem mit einer Dicke von 0,17 mm ausgelegt, was eine Integration in bestehende DDR5-Plattformen ohne wesentliche Designänderungen ermöglicht.
In Validierungstests unter natürlichen Konvektionsbedingungen konnten die Modultemperaturen von 82,7 °C auf 59,3 °C gesenkt werden. Die Temperaturschwankung zwischen Vorder- und Rückseite wurde zudem auf unter 0,8 °C verringert, was auf eine verbesserte thermische Gleichmäßigkeit hindeutet. Basierend auf Zuverlässigkeitsmodellen schätzt Apacer, dass die Technologie die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) um etwa das 2,7-Fache erhöhen kann, wobei die tatsächliche Leistung je nach Systemkonfiguration und Betriebsbedingungen variieren kann.
GraTherX wird im gesamten industriellen DDR5-Produktportfolio von Apacer eingeführt und deckt sowohl ECC- als auch Nicht-ECC-Module ab. Es ist für vielfältige Anwendungen optimiert, darunter Industrie-PCs, Edge-KI-Systeme, intelligente Überwachung und Fahrzeug-Computing-Plattformen. Muster werden im zweiten Quartal verfügbar sein, die Serienproduktion soll folgen.

View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/de/pressemitteilungen/apacer-bringt-die-kuhllosung-gratherx-auf-den-markt-die-die-temperaturen-von-ddr5-speichern-um-bis-zu-23-4-c-senkt-302799637.html
Das Bundesgericht hat die kommunalen Mindestlöhne in Zürich und Winterthur bestätigt und damit einen Leitentscheid für alle Gemeinden im Kanton Zürich gefällt. Die in Volksabstimmungen im Juni 2023 deutlich angenommenen Regelungen – 23.90 Franken pro Stunde in der Stadt Zürich und 23 Franken in Winterthur – sind rechtens und können nun in Kraft gesetzt werden. Die Beschwerden der beiden Städte gegen das Zürcher Verwaltungsgericht wurden gutgeheissen, dessen Verbotsentscheid aufgehoben.
Im Zentrum des Rechtsstreits stand die Frage nach dem Umfang der Gemeindeautonomie. Das Verwaltungsgericht hatte argumentiert, Städte und Gemeinden dürften keine Mindestlöhne einführen, dies sei ausschliesslich Sache des Kantons und gehe über die sozialhilferechtlichen Kompetenzen der Gemeinden hinaus. Das Bundesgericht kommt zum gegenteiligen Schluss: Die Zürcher Kantonsverfassung gewährt den Gemeinden einen ausreichend weiten Handlungsspielraum, um Mindestlöhne zur Bekämpfung von Erwerbsarmut festzulegen – ohne dass es dafür einer ausdrücklichen Verfassungsnorm bedarf.
Der Entscheid hat über die beiden Verfahren hinausreichende Wirkung. Da es sich um einen Leitentscheid handelt, steht es nun allen Städten und Gemeinden im Kanton Zürich offen, eigene Mindestlöhne zu erlassen. Gleichzeitig anerkennt das Bundesgericht grundsätzlich, dass kommunale Mindestlöhne dazu beitragen können, Working Poor zu reduzieren und zu verhindern, dass Personen trotz Erwerbstätigkeit auf Sozialhilfe angewiesen sind. Dies knüpft an Zielsetzungen der Bundesverfassung an, wonach arbeitsfähige Personen ihren Lebensunterhalt durch Arbeit bestreiten können sollen.
Wirtschafts- und Gewerbekreise reagieren mit Skepsis. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv warnt vor einem «Flickenteppich» unterschiedlicher Mindestlöhne, der Unternehmen bürokratisch belaste und die Kontrolle durch die Behörden erschwere. Aus Sicht des Verbands setzen kantonale und kommunale Mindestlohninitiativen die etablierte Sozialpartnerschaft zunehmend unter Druck. Der sgv unterstützt deshalb den in der laufenden Sommersession beschlossenen politischen Kompromiss, wonach in Branchen mit allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen die dort sozialpartnerschaftlich ausgehandelten Mindestlöhne Vorrang vor kantonalen Mindestlöhnen haben sollen – unter Wahrung erworbener Lohnansprüche durch eine Besitzstandsregel.