Die Deutsche Börse hat eine grundlegende Änderung ihrer Handelszeiten implementiert und ermöglicht ab sofort den Handel mit den 40 DAX-Titeln rund um die Uhr. Damit können Privatanleger nun auch nachts sowie an Wochenenden Aufträge für Aktien von Unternehmen wie Siemens und SAP erteilen. Bisher war der Handel mit diesen Blue-Chip-Aktien zeitlich begrenzt, was die Flexibilität der Marktteilnehmer einschränkte.
Mit diesem Vorstoß reagiert der Frankfurter Börsenbetreiber auf einen bestehenden Trend an der Wall Street in den USA. Das Modell der US-Märkte dient hierbei als Vorbild für die Ausweitung der Handelszeiten in Deutschland. Ziel ist es, den Zugang zum Markt zu modernisieren und den Anforderungen zeitunabhängiger Anleger gerecht zu werden.
Der neue 24/7-Handel richtet sich primär an Privatanleger, die nun die Möglichkeit haben, ihre Positionen unabhängig von den klassischen Börsenöffnungszeiten zu steuern. Dies bedeutet, dass Käufe und Verkäufe von DAX-Werten nun völlig unabhängig vom Wochentag oder der Uhrzeit durchgeführt werden können. Die technische Umsetzung erlaubt eine kontinuierliche Abwicklung der Transaktionen.
Die Deutsche Börse hält sich zudem die Option offen, das Angebot in Zukunft zu erweitern. Falls eine ausreichend hohe Nachfrage nach dem neuen System festgestellt wird, ist eine Ausweitung auf weitere Wertpapiere denkbar. Damit positioniert sich der Platz Frankfurt im internationalen Wettbewerb um die attraktivsten Handelsbedingungen für Privatinvestoren.



