
Novartis treibt seine Wachstumsstrategie über Zukäufe weiter voran und plant die Übernahme des US-Biotechunternehmens Excellergy für bis zu 2 Milliarden US‑Dollar. Der Schweizer Pharmakonzern will sich damit stärker im Bereich Immunologie positionieren, insbesondere bei Nahrungsmittelallergien und anderen Erkrankungen, die mit allergischen Sofortreaktionen verbunden sind. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Hälfte 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.
Im Zentrum des Deals steht der Medikamentenkandidat Exl‑111, ein sogenannter Anti‑IgE‑Antikörper, der sich noch in einer frühen klinischen Testphase befindet. Das Mittel zielt darauf ab, das Immunglobulin E (IgE) zu blockieren, einen entscheidenden Auslöser allergischer Reaktionen. Nach Unternehmensangaben bietet der Ansatz einen differenzierten Wirkmechanismus, der – sofern er in Studien bestätigt wird – eine schnellere Symptomlinderung, eine stärkere Krankheitskontrolle und eine bequemere Dosierung ermöglichen könnte.
Novartis sieht Anwendungsfelder für Exl‑111 unter anderem bei Nahrungsmittelallergien, Nesselsucht und allergischem Asthma. Auch der Einsatz bei Kindern wird geprüft. Der Konzern erwartet, dass der Kandidat das bestehende Allergie-Portfolio ergänzen und die Position im umkämpften Markt für immunologische Therapien stärken kann. Excellergy ist auf Behandlungen von Lebensmittelallergien und verwandten Krankheitsbildern spezialisiert und passt damit in die strategische Ausrichtung der Basler.
Der Excellergy-Kauf reiht sich in eine Serie größerer Transaktionen bei Novartis ein. Erst in der Vorwoche hatte der Konzern den Erwerb eines Brustkrebs-Medikamentenkandidaten von Synnovation Therapeutics für bis zu 3 Milliarden US‑Dollar bekanntgegeben. Mit solchen Vereinbarungen will Novartis seine Entwicklungspipeline ausbauen und sich gegen absehbare Patentabläufe im bestehenden Portfolio wappnen.

Die Nova Property Fund Management AG verstärkt ihren Verwaltungsrat mit einem ausgewiesenen Immobilienfonds-Spezialisten: An der ordentlichen Generalversammlung vom 26. März 2026 haben die Aktionäre Thomas Vonaesch neu in das Aufsichtsgremium gewählt. Der Verwaltungsrat setzt sich damit aus Catrina Luchsinger Gähwiler (Präsidentin), Bruno Räss (Vizepräsident), Katrin Eggenberger, Raymond Rüttimann und Thomas Vonaesch zusammen.
Vonaesch bringt jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Immobilienfonds, Asset Management und strategische Führung in das Gremium ein. Er ist seit Juli 2019 Verwaltungsratspräsident der Helvetia Asset Management AG in Basel. Zuvor war er über mehr als 30 Jahre in verschiedenen Führungsfunktionen im Immobilienfondsbereich der Credit Suisse Funds AG tätig, unter anderem als Leiter Real Estate Fund Management und Mitglied der Geschäftsleitung.
In dieser Funktion verantwortete Vonaesch die Lancierung neuer Immobilienfonds, begleitete Fondsfusionen und fungierte als Gewährsperson gegenüber der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Von 2002 bis 2019 war er zudem Fondsmanager des grössten Immobilienfonds der Credit Suisse. Ergänzt wird sein Profil durch Mandate in Branchenorganisationen: Zwischen 2017 und 2022 gehörte er dem Fachausschuss «Immobilienfonds» der Asset Management Association Switzerland an.
Darüber hinaus war Vonaesch von Januar 2022 bis April 2024 Mitglied des Verwaltungsrats der Credit Suisse Funds AG und Vorsitzender des Ausschusses Real Estate Funds. Nova Property erwartet, dass er mit seiner Expertise und seinem breiten Beziehungsnetz die weiteren Wachstumsschritte des Unternehmens unterstützt. Verwaltungsratspräsidentin Catrina Luchsinger bezeichnet ihn als profilierten Experten, der das bestehende Gremium in zentralen Fragen der Immobilienfonds- und Asset-Management-Strategie ergänzen soll.