
Der Sportartikelhersteller Adidas hat im abgelaufenen Jahr einen Rekordumsatz von 24,8 Milliarden Euro erzielt und dabei einen Nettogewinn von 1,38 Milliarden Euro verbucht. Der Vertrag von Vorstandschef Bjørn Gulden wurde vorzeitig bis 2030 verlängert, was als Vertrauensbeweis in seine Führung gewertet wird. Gulden hatte das Unternehmen 2023 übernommen und es aus einer schwierigen Phase geführt, die unter anderem durch die Beendigung der Kooperation mit dem Rapper Kanye West und den damit verbundenen Yeezy-Verlusten geprägt war.
Für die kommenden Jahre hat Adidas ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2028 soll die operative Umsatzrendite auf über 10 Prozent steigen, nachdem sie im vergangenen Jahr bereits auf 8,3 Prozent verbessert wurde. Der währungsbereinigte Umsatz soll in diesem und den beiden folgenden Jahren jeweils um einen hohen einstelligen Prozentsatz wachsen. Für das laufende Jahr peilt Adidas ein Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro an, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Belastungen durch US-Zölle und Wechselkurse in Höhe von etwa 400 Millionen Euro will das Unternehmen dabei wegstecken.
Auf dem US-Markt sieht sich Adidas weiterhin Herausforderungen gegenüber. Der Marktanteil ist dort im Vergleich zu anderen Regionen am niedrigsten, und der Abstand zum Branchenprimus Nike bleibt erheblich. CEO Gulden räumte ein, dass Adidas in Nordamerika "nicht überall ist, wo wir sein wollen". Die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika könnte jedoch helfen, die Position zu stärken. Adidas erwartet, allein mit WM-bezogenen Produkten einen Umsatz von einer Milliarde Euro zu erzielen. Bisher haben sich 13 Mannschaften mit Adidas-Ausrüstervertrag für das Turnier qualifiziert.
Unternehmensintern stehen weitere Veränderungen an. Der ägyptische Unternehmer Nassef Sawiris soll im Mai neuer Aufsichtsratschef werden und damit Thomas Rabe von Bertelsmann beerben. Sawiris hält über seine Familienholding 3,13 Prozent an Adidas und sitzt seit 2016 im Aufsichtsrat. Für Aktionäre plant Adidas höhere Kapitalrückflüsse, darunter eine Dividendenerhöhung um 40 Prozent auf 2,80 Euro pro Aktie für 2025 sowie Aktienrückkaufprogramme in Höhe von bis zu einer Milliarde Euro für die Jahre 2027 und 2028. Trotz einer kürzlichen Senkung des fairen Werts der Adidas-Aktie durch die DZ Bank von 240 auf 206 Euro bleibt die Kaufempfehlung bestehen, was auf die Vertragsverlängerung mit Gulden und die neuen Wachstumsziele zurückgeführt wird.

Media Markt stellt die Führung seines Geschäfts in Österreich und der Schweiz neu auf. Wie die Muttergesellschaft Ceconomy mitteilt, übernimmt der italienische Manager Vittorio Buonfiglio die Funktion des CEO für die beiden Länderorganisationen und damit die Verantwortung für die sogenannte Alpine-Region. Der Schritt ist Teil einer breiteren Neuordnung der Konzernführung von Ceconomy, zu der auch Media Markt Saturn gehört.
Buonfiglio ist für den Elektronikhändler kein Unbekannter. Seit rund 15 Jahren bekleidet er verschiedene Führungspositionen innerhalb der Gruppe. Zuletzt war er seit Januar 2023 Chief Operating Officer von MediaWorld in Italien. Davor leitete er bereits die Schweizer Organisation als CEO, nachdem er zuvor unter anderem als COO in den Niederlanden tätig gewesen war. In seiner neuen Rolle soll er die Marktposition von Media Markt in Österreich und der Schweiz weiter ausbauen und dabei insbesondere die Entwicklung des Kunden- und Mitarbeitendenerlebnisses vorantreiben.
Der bisherige CEO der Region Österreich und Schweiz, Jan Niclas Brandt, rückt in den Vorstand von Ceconomy auf. Er übernimmt dort zum 1. April die neu geschaffene Funktion des Chief Customer Officer. Brandt hatte in den vergangenen Jahren die Neuausrichtung des Geschäfts in der Schweiz verantwortet und neue Wachstumsgeschäfte in beiden Ländern etabliert. Der zuständige Regional-CEO Guido Monferrini würdigte seine Leistungen und bezeichnete Buonfiglio zugleich als erfahrenen Führungsmanager mit breitem Know-how in E-Commerce, Marketing, Services & Solutions sowie Vertrieb.
Buonfiglio selbst kündigte an, auf dem bestehenden Fundament in Österreich und der Schweiz aufbauen zu wollen. Gemeinsam mit den Teams in der Alpine-Region wolle er Wachstum und Innovation vorantreiben und ein herausragendes Kundenerlebnis sicherstellen. Durch seine frühere Tätigkeit als CEO von Media Markt Schweiz gilt ihm die Dynamik der Märkte in der Region ebenso als vertraut wie die Strukturen der lokalen Teams.